Israel importiert abermals mehr Verpackungsmaschinen

Israel importiert abermals mehr Verpackungsmaschinen

Jerusalem (16.7.15) - Die israelische Einfuhr von Verpackungsmaschinen nahm 2014 zum dritten Mal in Folge zu und erreichte einen Wert von 88 Millionen US-Dollar. Die israelische Wirtschaft braucht moderne und leistungsfähige Verpackungsmaschinen, die sich in kosteneffiziente Logistikketten einfügen. Neuerlich verschärfte Recycling-Bestimmungen für Verpackungen beeinflussen die Nachfrage.

Die israelische Einfuhr von Verpackungsmaschinen zeichnet sich durch zum Teil kräftige Jahresausschläge aus. Insgesamt aber bleibt der Trend positiv. Wie ein Blick auf die längerfristige Entwicklung zeigt, lag die Einfuhr von Verpackungsmaschinen im Jahr 2014 mit 87,8 Mio. US$ beim Zweifachen des ein Jahrzehnt früher erzielten Wertes.

Verpackungsbedarf nimmt zu

Der israelische Bedarf an Verpackungen und damit auch nach Verpackungsmaschinen wird auch künftig zunehmen, wenngleich die Beschaffung von Verpackungsmaschinen - wie Maschineninvestitionen schlechthin - zum Teil starken konjunkturellen Schwankungen unterliegen.

Auf der positiven Seite ist zu vermerken, dass die israelische Wirtschaft zu den wachstumsstärksten unter den Industrieländern gehört. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) konnte in den Jahren 2012 bis 2014 um jahresdurchschnittlich 3,0 Prozent wachsen. Für 2015 prognostiziert die Zentralbank eine Expansion des BIP um 3,2 Prozent und für 2016 um 3,5 Prozent. Das schnelle Bevölkerungswachstum, das 2014 bei 2,0 Prozent lag, sorgt dafür, dass die Menge verpackter Konsumwaren, nicht zuletzt Nahrungsmittel, ebenfalls schnell steigt.

Demgegenüber weist die Tätigkeit des verarbeitenden Gewerbes in der gegenwärtigen Phase eine Verlangsamung auf, die sich auch auf die Nachfrage nach Verpackungen dämpfend auswirken kann. Die Dynamik der Industrie bleibt deutlich unter dem gesamtwirtschaftlichen Wachstum.

Ein wichtiger Nachfragesektor für Verpackungsausrüstungen ist die Landwirtschaft. Zahlen zu Investitionen der Landwirtschaft in Verpackungsmaschinen liegen nicht vor, doch hat der Agrarsektor nach den jüngsten verfügbaren Angaben 2013 Verpackungsmaterialien im Wert von umgerechnet 183 Millioneno US-Dollar erworben.

Insgesamt bleiben die Aussichten für den Bedarf nach Verpackungsmaschinen positiv. Dabei legen israelische Käufer Wert auf moderne Maschinen und Ausrüstungen. Die Nachfrage nach raum- und gewichtssparenden Verpackungen sowie aus umweltfreundlichen Materialien nimmt zu. Diese Anforderungen gehen sowohl von Exportmärkten als auch vom Binnenmarkt aus, auf dem das Recycling von Verpackungen in den letzten Jahren zunehmend zu einer gesetzlich vorgeschriebenen Pflicht wurde. Zudem ist die Verwendung leicht lagerbarer und transportierbarer Verpackungen gefragt, die mit modernen Logistikketten kompatibel sind. Auch das beeinflusst die Kundenanforderungen an Verpackungsmaschinen.

Israel ist Nettoexporteur

Israel verfügt über eine einheimische Produktion von Verpackungsmaschinen, doch blieb Israel zum dritten Mal in Folge Nettoexporteur. Nach Angaben des israelischen Exportinstituts spezialisieren sich israelische Hersteller auf Verpackungsmaschinen mit modernen, elektronischen Wiege-, Abfüll- und Verschlussmechanismen, vor allem für die Elektronik-, Optik- und Nahrungsmittelindustrie.

In Israel ist eine Reihe von Fachimporteuren tätig. Ein Teil der Hersteller rundet ihr Angebot durch Importprodukte ab, nicht zuletzt, weil die betroffenen Unternehmen ihre eigene Produktion lieber auf hochspezialisierte Maschinen und Anlagen konzentrieren.

Eine wichtige Marktveranstaltung ist die dreijährlich stattfindende Kunststoff-, Kautschuk- und Verpackungsmesse Plasto Israpack. Nach Angaben des Exportinstituts haben mehr als 500 Aussteller und über 30.000 Besucher an der letzten Plasto Israpack im Jahr 2012 teilgenommen. Die nächste Messe findet vom 16. Oktober bis 18. Oktober 2015 statt (Ansprechpartnerin beim Exportinstitut: Daphna Sternfeld, Deputy Director General, Tel.: 00972/3 514 28 10)

Deutschland und Italien auf dem Importmarkt mit Abstand führend

Die Importe verteilen sich zu ungefähr gleichen Teilen auf Maschinen und Apparate zum Füllen, Verschließen, Versiegeln oder Etikettieren, zum Verkapseln sowie zum Versetzen von Getränken mit Kohlensäure (HS 8422.30) und auf andere Maschinen und Apparate zum Verpacken oder Umhüllen von Waren (HS 8422.40). Im Jahr 2014 entfielen auf die jeweilige Unterposition 50,1 Prozent beziehungsweise 49,9 Prozent der Gesamtimporte von Verpackungsmaschinen.

Nach Lieferquellen betrachtet liegt der Importmarkt fest in europäischer Hand. Ein herausragendes Merkmal dabei ist die Dominanz der beiden Herstellerländer Deutschland und Italien.

Wie bei den Gesamtimporten, verteilen sich auch die Einfuhren von Verpackungsmaschinen aus Deutschland in etwa gleichmäßig auf die HS-Unterpositionen 8422.30, die 2014 mit 54,5 Prozent zu Buche schlug, und 8422.40, auf die 45,4 Prozent der Importe entfielen. In den Jahren 2009 bis 2014 wies der deutsche Importmarktanteil ein deutliches Wachstum auf, nachdem er zuvor starken Schwankungen unterworfen war.

(Quelle: GTAI)