Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Internationalisierung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Brüssel (23.10.2015) - Gerade einmal 13 Prozent der europäischen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind bislang auf Märkten außerhalb der EU aktiv. Die EU-Kommission und der Europäische Auswärtige Dienst (EEAS) erarbeiten daher unter der Führung von Kommissar Jyrki Katainen ein Konzept zur Wirtschaftsdiplomatie („European Economic Diplomacy“), um zukünftig mehr Unternehmen den Weg auf interna-tionale Märkte zu ebnen.

Im Fokus steht dabei insbesondere die Verbindung zwischen den Politikzielen der EU und der internationalen Vertretung der europäischen Interessen unter Einbindung der Wirtschaft. Dabei soll insbesondere die Förderung der Internationalisierung von Unternehmen eine wichtige Rolle einnehmen.

Die Ausgestaltung dieses Konzepts und mögliche Vorteile für KMU standen am 13. Oktober 2015 auf der Agenda der fraktionsübergreifenden SME Intergroup im Europäischen Parlament. Der Abgeordnete Othmar Karas diskutierte mit dem Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Antonio Tajani, mit dem Senior Adviser für Wirtschaftsdiplomatie des Europäischen Auswärtigen Diensts (EEAS) Angelos Pangratis und mit Arnaldo Abruzzini, dem Generalsekretär von EUROCHAMBRES.

Aus Sicht des DIHK ist es wichtig, dass die bestehenden nationalen Außenwirtschaftsförderungsstrukturen nicht durch neue EU-Konzepte und EU-Instrumente konterkariert werden. Neue Strukturen und Instrumente zur Unterstützung von KMU bei der Internationali-sierung müssen deshalb eine sinnvolle Ergänzung zu den erprobten Instrumenten und Institutionen der nationalen Außenwirtschaftsförderung - wie dem weltweitem AHK-Netzwerk - sein und an diese anknüpfen.

Meistens startet der Internationalisierungsprozess bereits zuhause in der jeweiligen Region. Die IHKs vor Ort unterstützen die Unterneh-men bei ihren Internationalisierungsplänen mit über 500.000 Aus-künften und Beratungen jährlich und unterstützen im Zusammenspiel mit den AHKs den Internationalisierungsprozess.
 

(Quelle: DIHK)