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Hoher Absatz von Sicherheitstechnik in Kolumbien

Hoher Absatz von Sicherheitstechnik in Kolumbien

Bogotá (3.2.2015) - In Kolumbien besteht weiterhin ein hoher Bedarf an Sicherheitstechnologie. Technologische Lösungen zum Schutz von Wohnhäusern, Gebäuden, Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen werden meist importiert und ergänzen zunehmend den Schutz durch Wachpersonal. Auf einer Sicherheitsmesse soll es einen deutschen Gemeinschaftsstand geben.

Personalintensive private Anbieter tragen nach wie vor maßgeblich zur Sicherheit in Kolumbien bei. So werden wichtige Persönlichkeiten und deren Familien rund um die Uhr von Leibwächtern bewacht und große Einkaufszentren, Unternehmensniederlassungen, Universitäten und Regierungsgebäude verlangen Einlass- und Fahrzeugkontrollen. Bis 2017 soll der private Sicherheitssektor auf 4,5 Milliarden US-Dollar anwachsen, gegenüber 3,6 Milliarden US-Dollar im Jahr 2013. Allerdings gewinnen technologische Lösungen zunehmend an Bedeutung, insbesondere beim Schutz von Gebäuden sowie Gewerbe- und Industrieanlagen.

Sicherheitstechnologie findet vielfach Einsatz

Eigentumsdelikte wie Einbruch und Diebstahl machen den größten Teil der Gesetzesverstöße in Kolumbien aus. Diese nahmen in den letzten Jahren stark zu. Daher stieg der Bedarf für Technologie in den Bereichen Zugangskontrolle und Überwachungs- und Alarmanlagen. Bei größeren Gebäuden ist die Verwendung von elektronischen Sicherheitssystemen (inklusive Bewegungsmeldern) üblich.

Technologie in den Bereichen Gefahrstofferkennung sowie Information und Kommunikation von Gefährdung wird ebenfalls benötigt. Immer häufiger sind integrierte Sicherheitskonzepte gefragt, welche die Bereiche Zugangskontrolle, Feuerschutz, Alarm- und Beleuchtungsanlagen sowie die Überwachung des internen und externen Umfeldes umfassen. Zunehmend Verwendung finden Systeme, die mit Softwarelösungen gekoppelt sind.

Kolumbien auf Sicherheitstechnik aus dem Ausland angewiesen

Die Importe von Sicherheitstechnik sind in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Vor allem elektronische Sicherheits- und Brandschutztechnik kommt in der Regel aus dem Ausland. Kolumbien produziert lediglich einfachere Schlösser und Beschläge sowie Sicherheitsglas. Die wichtigsten Lieferländer sind die VR China, USA, Japan und Mexiko. Kommt es zu einer Öffnung des Sektors für private Sicherheitsunternehmen für ausländische Investitionen, dürften auch die Importe von Sicherheitstechnik profitieren. Ein entsprechendes Gesetz wird bereits seit mehreren Jahren erfolglos diskutiert.

Zu den rechtlichen Normen zählt das Dekret No. 356 aus dem Jahr 1994, welches sich mit privaten Sicherheits- und Überwachungsaktivitäten befasst. Gemäß Artikel 52 müssen sich sämtliche Hersteller, Händler, Importeure, Installateure und Vermieter der nachstehenden Produkte bei der zuständigen Aufsichtsbehörde Superintendencia de Vigilancia y Seguridad Privada registrieren lassen: Geräte zum Aufspüren von Waffen, Geräte zur Beobachtung und zum Mithören entfernter Ereignisse, Ausrüstungen zum Aufspüren, Identifizieren, Abhören usw. von Kommunikationsvorgängen, Ausrüstungen für die Sicherheit in Banken, Ausrüstungen zum Aufspüren von Sprengstoff sowie offensive Ausrüstungen (unter anderem Waffen).

Hohe Zahl von Arbeitsunfällen

Im Bereich Arbeitssicherheit haben die Unfälle am Arbeitsplatz 2014 um 12 Prozent zugenommen. Die meisten Unfälle ereignen sich in der Bauwirtschaft und dem verarbeitenden Gewerbe. Gemäß dem Arbeitsministerium starben 2013 insgesamt 338 Personen bei Arbeitsunfällen. Aufgrund dieser hohen Zahlen und der gestiegenen Verantwortlichkeit für Firmen bei Arbeitsunfällen nehmen die Investitionen in die Sicherheit am Arbeitsplatz zu. Außerdem lassen sich Unternehmen zunehmend mit internationalen Zertifizierungen wie ISO 9001 oder OHSAS 18001 auszeichnen, was Investitionen in die Arbeitssicherheit erfordert.

Deutscher Gemeinschaftsstand bei Sicherheitsmesse

Für deutsche Anbieter bietet die Messe Feria Internacional de Seguridad E+S+S (nächster Termin 19. bis 21.8.15) ein Forum, um Produkte und Lösungen vorzustellen. Die Deutsch-Kolumbianische Industrie- und Handelskammer in Bogotá plant 2015 einen Gemeinschaftsstand für deutsche Firmen bei der Messe. Der Sicherheitsrat Consejo Colombiano de Seguridad veranstaltet außerdem zum Thema Arbeitssicherheit die Messe Feria de la Seguridad Integral (nächster Termin 24. bis 26.6.15).

Hier gelangen Sie zur Aufsichtsbehörde

Superintendencia de Vigilancia y Seguridad Privada

Zur ausführlichen Pressemitteilung mit weiteren Informationen und Links gelangen Sie hier.

(Quelle: GTAI)