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Hermesdeckungen bleiben zentraler Eckpfeiler der Außenwirtschaftsförderung des Bundes

Hermesdeckungen bleiben zentraler Eckpfeiler der Außenwirtschaftsförderung des Bundes

Berlin (2.2.2015) - Die Bundesregierung sicherte im vergangenen Jahr Ausfuhren deutscher Exporteure im Wert von 24,8 Milliarden Euro mit staatlichen Exportkreditgarantien (sogenannte Hermesdeckungen) gegen Zahlungsausfälle ab. Im gleichen Zeitraum wurden deutsche Direktinvestitionen gegen politische Risiken in Entwicklungs-, Schwellen- und ehemaligen Transformationsländern in Höhe von 5 Milliarden Euro übernommen.

Das Deckungsniveau der von der Bundesregierung abgesicherten deutschen Exporte liegt weiterhin deutlich über dem der Jahre vor der Finanzkrise. Die staatlichen Exportkreditgarantien erzielten im vergangenen Jahr mit 309,3 Millionen Euro erneut einen positiven Ergebnisbeitrag, der vollständig dem Bundeshaushalt zugute kommt. Damit hat das Förderinstrument seit 16 Jahren ausschließlich Überschüsse zugunsten des Bundeshaushalts erzielt.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel: "In einem wirtschaftlich und politisch herausfordernden Umfeld haben sich die Exportkreditgarantien des Bundes einmal mehr als zentraler Eckpfeiler der Außenwirtschaftsförderung bewährt. Hermesdeckungen sichern unsere Unternehmen gegen Zahlungsausfälle im Ausland ab und tragen damit zur Schaffung und zum Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland bei. Auch in diesem Jahr wird die Bundesregierung den deutschen Exporteuren mit Exportkreditgarantien weiterhin als verlässlicher Partner zur Seite stehen."

Vor allem kleine und mittelständische Unternehmen nutzten Hermesdeckungen zur Absicherung und Finanzierung ihrer Geschäfte. Mit rund 80 Prozent lag der Schwerpunkt der Absicherungen bei Lieferungen und Leistungen in Schwellen- und Entwicklungsländer. Ohne Hermesdeckungen wären zahlreiche Geschäfte in diesen Ländern und Regionen nicht zustande gekommen. IIn Zusammenarbeit und im Dialog mit Unternehmen, Banken und Verbänden wurden die Hermesdeckungen 2014 in zentralen Bereichen weiterentwickelt - von der Abwicklung über das Produktangebot bis hin zur Deckungspolitik. Dies wird dazu beitragen, dass deutsche Exportunternehmen im internationalen
Wettbewerb weiter bestehen können.
Weitere Informationen finden Sie hier.
 

Investitionsgaranatien für deutsche Unternehmen
Bei den Investitionsabsicherungen spiegelt das hohe Ergebnis die seit Jahren kontinuierlich wachsende Nachfrage nach einer Absicherung für deutsche Unternehmen wider. Dazu Gabriel: "Gerade im vergangenen Jahr, das von geopolitischen Konflikten geprägt war, waren die Investitionsgarantien der Bundesregierung für unsere Unternehmen sehr wichtig. Mit diesem zentralen Bestandteil der Außenwirtschaftsförderung des Bundes unterstützen wir vor allem auch kleinere und mittlere Unternehmen bei ihren Projekten im Ausland. Damit ermöglichen wir Investitionen, die sowohl Arbeitsplätze in Deutschland sichern, als auch zur wirtschaftlichen Entwicklung in den Zielländern beitragen."

Die Bundesregierung hat  2014 insgesamt 120 Garantien für 90 Projekte in 21 Ländern übernommen. Die Garantien kamen verstärkt mittelständischen Investoren zu Gute: Auf sie entfiel vergangenes Jahr jeder vierte genehmigte Antrag. Zielländer waren - gemessen an der Anzahl der genehmigten Anträge - insbesondere Russland, China, Ukraine, die Türkei sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Aber auch für Projekte in Guatemala, Kenia, Mexiko und dem Senegal wurden Investitionsgarantien genehmigt.

Durch Investitionsgarantien unterstützt der Bund abgesicherte Projekte bei der Schadensvermeidung und leistet gegebenenfalls eine Entschädigung. So hat sich die Bundesregierung auch im Jahr 2014 bei einer Reihe von abgesicherten Projekten aktiv für die Vermeidung von Schäden zulasten deutscher Projekte im Ausland eingesetzt, unter anderem in Bulgarien, wo Regressverhandlungen über ein entschädigtes Projekt erfolgreich zum Abschluss gebracht werden konnten.

Das Obligo der Bundesrepublik Deutschland aus den übernommenen Investitionsgarantien belief sich Ende des Jahres 2014 auf 36,3 Milliarden Euro. Es hat damit den höchsten Stand seit Bestehen der Investitionsgarantien erreicht. Durch die für die Investitionsgarantien erhobenen Gebühren und Entgelte hat sich das Instrument auch in 2014 finanziell selbst getragen.

Weitere Informationen finden Sie hier sowie auf dem Portal www.agaportal.de.  
 
(Quelle: BMWi)