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Großbritannien: Neues Gesetz zum Unternehmensrecht verabschiedet

Großbritannien: Neues Gesetz zum Unternehmensrecht verabschiedet

London (01.07.2015) Im Vereinigten Königreich wurde vor kurzem ein wichtiges neues Gesetz für Unternehmen erlassen, der Small Business, Enterprise and Employment Act 2015. Die britische Regierung will damit die Transparenz um die Gründung und Führung von Gesellschaften verbessern. Gleichzeitig sollen kleine Unternehmen gefördert und Hindernisse für deren Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit beseitigt werden.

Das Gesetz wird schrittweise in Kraft treten. Auf gesellschaftsrechtlichem Gebiet sehen die geplanten Maßnahmen u.a. vor:
- Inhaberaktien werden abgeschafft.
- Nur natürliche Personen können zu Direktoren bestellt werden.
- Schattendirektoren werden denselben Regeln unterliegen wie „normale“ Direktoren.
- Die Disqualifizierung von Direktoren wird vereinfacht.
- Gesellschaften werden ein Verzeichnis über die Personen führen müssen, die eine wesentliche Kontrolle über die Gesellschaft haben (people with significant control, PSC register).

Das Gesetz behandelt weiterhin Zugang zu finanziellen Mitteln, öffentlichen Ausschreibungen, Insolvenzen, arbeitsrechtlichen Maßnahmen, Kinderbetreuung und Schulen sowie die Bewertung von Ausbildung.

Angelika Baumgarte, Leiterin der Rechtsabteilung der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer, erläuterte: „Ein Großteil der Neuerungen in diesem Gesetz soll mehr Vertrauen schaffen in das Land Großbritannien als Geschäftspartner und als Investitionsstandort. Deutsche Unternehmen werden von der größeren Transparenz im britischen Geschäftsleben profitieren, unterliegen aber natürlich mit ihren britischen Tochtergesellschaften denselben Richtlinien. Vor allem zur Einhaltung der strengen Vorschriften über das PSC register wird für Gesellschaften einige Vorbereitung nötig sein.“

Weitere Informationen erhalten Sie bei: Rechtsanwältin Angelika Baumgarte, M.A., Tel: +44 (0)20 7976 4144, Email: legal@ahk-london.co.uk.

(Quelle: IHK Schwaben)