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Go International öffnet Märkte: Förderung für bayerische KMUs geht in eine neue Periode

Go International öffnet Märkte: Förderung für bayerische KMUs geht in eine neue Periode

Nürnberg (15.4.2015) - Go International, das Top-Exportförderinstrument des Freistaats Bayern für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU), geht in eine neue Förderperiode. Ab sofort können interessierte Firmen, die neue Auslandsmärkte erschließen wollen, die Zuschüsse relativ unkompliziert beantragen. Diese speisen sich in der neuen Förderperiode wie bisher aus Geldern des Bayerischen Wirtschaftsministeriums sowie neu hinzugekommen aus EFRE-Mitteln, also dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Alle nötigen Informationen wie auch die Antragsformulare können auf der Internetseite www.go-international.de heruntergeladen werden.

Das Programm Go International besteht seit elf Jahren. Bislang wurden dabei rund 1.500 Unternehmen mit einer Summe von über 6,5 Millionen Euro gefördert. Das Förderprogramm richtet sich speziell an den bayerischen Mittelstand. „Wir haben wirklich alles dabei, vom Ein-Mann-Betrieb bis zum Unternehmen mit 250 Mitarbeitern“, erläutert Maja Jurakic, die beim Außenwirtschaftszentrum Bayern für Go International zuständig ist. „Es wurden sowohl Unternehmen gefördert, die bislang noch gar nicht im Export tätig waren, wie auch solche mit Auslandserfahrung, die sich zusätzliche Märkte erschließen wollen“, so Jurakic.

Zuschüsse für zwei Länder
Ob eine Webseite oder eine Firmenbroschüre in andere Sprachen übersetzt werden sollen, Produkte für ausländische Märkte zertifiziert werden müssen oder ein Messeauftritt im neuen Zielland geplant ist, all diese Maßnahmen sind förderfähig. Ebenso Sprachkurse für Mitarbeiter, gezielte Schulungen für den betreffenden Auslandsmarkt oder auch Zoll-Beratungen. Pro Unternehmen werden bis zu zwei Zielländer gefördert, Voraussetzung ist, dass das Unternehmen in diesen bislang noch nicht tätig war. Für jedes Land gibt es Zuschüsse in Höhe von maximal 20.000 Euro. Ein Unternehmen kann also aus dem Go International Programm in der aktuellen Förderperiode, die bis 2020 läuft, mit bis zu 40.000 Euro bezuschusst werden. Es bleibt dabei dem Unternehmen überlassen, ob es die Mittel alle in einem Jahr abruft oder über drei Jahre gestreckt. Die Zuschüsse reichen von 25 bis 50 Prozent, abhängig davon, wo das das Unternehmen innerhalb Bayerns seinen Sitz hat. Eine genaue Übersicht findet sich auf der Webseite von Go International.

Unterstützung durch Kammern
Partner des Programms Go International sind die bayerischen Handwerks- (HWK) und die Industrie und Handelskammern (IHK), das Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) sowie das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie. Unternehmen, die ins Ausland gehen wollen, werden von den jeweiligen Handwerkskammer und IHKs im Vorfeld beraten, etwa über nötige Schritte wie auch die Wahl geeigneter Zielländer oder zu Zollfragen. Die Anträge für Go International müssen bei der jeweils regional zuständigen IHK eingereicht werden. Dort existieren jeweils Ansprechpartner für Go International, die den Unternehmen auch bei der Beantragung und dem Ausfüllen der Formulare behilflich sind. „Die Teilnahme lohnt sich auf jeden Fall“, erklärt Thorsten Grzesik, der Leiter des Außenwirtschaftszentrum Bayern, das für die Bewilligung der Anträge zuständig ist. „Die Bedingungen sind nicht unerfüllbar und die Anträge überschaubar, wir haben uns, wo es geht um Vereinfachung bemüht.“ So ist vieles einfach ankreuzbar und es müssen nicht zig Dokumente beigefügt werden. „Das Programm kommt auf jeden Fall gut an und hat schon vielen bayerischen Unternehmen Märkte geöffnet“, fasst Grzesik zusammen.

Förderungsfähig sind alle Märkte weltweit, neben vielen EU-Ländern lagen die Schwerpunkte der bislang geförderten Maßnahmen auf den Zielländern USA, China aber auch Russland. „Letztlich verschenkt Geld und Chancen, wer Go International nicht nutzt“, ermuntert Jurakic zur Teilnahme an dem Programm.