Deutsche Umformtechnik punktet im Auslandsgeschäft

Deutsche Umformtechnik punktet im Auslandsgeschäft

Berlin (18.11.2015) - 2014 betrug der Weltmarkt für Umformtechnik 18,1 Milliarden Euro. Mit über einem Drittel Anteil ist China mit Abstand der größte Markt. Deutschland folgt mit 8 Prozent auf Platz 2 vor den USA, Italien, Südkorea und Mexiko. Bedient wird der Weltmarkt zu 30 Prozent ebenfalls von China, dem größten Produzenten von Umformtechnik., Deutschland liegt auf dem zweiten Platz.

China hat seine Produktion in hohem Tempo nach oben gefahren und sich 2010 an die Weltspitze gesetzt. Deutschland mit seinem anspruchsvollen Angebot folgt als wichtiger Player mit einem Anteil von rund 16 Prozent auf Platz 2 vor Italien, Japan, Südkorea und den USA.

In Deutschland macht die Umformtechnik etwa 27 Prozent der Gesamtproduktion von Werkzeugmaschinen im Wert von 10,8 Milliarden Euro aus. Teile und Zubehör sowie die Dienstleistungen sind hier ausgespart. Ihr Anteil hat sich im Zeitablauf als relativ stabil erwiesen. 2014 wurde demnach Umformtechnik im Wert von 2,9 Milliarden Euro produziert. Das lag elf Prozent unter Vorjahr, nachdem die Produktion zuvor durch Großaufträge und Projektgeschäft stark gestiegen war. Die größte Maschinengruppe stellen die Pressen gefolgt von der Blechbearbeitung. Das sind im Einzelnen Biege-, Abkant- und Richtmaschinen sowie Scheren und Stanzen.

Größter Abnehmer von Umformtechnik ist die Automobilindustrie. Sie arbeitet mit lang laufenden Beschaffungszyklen, die strategisch ausgerichtet sind und von längerfristigen Projekten bestimmt werden. Nicht selten treiben Großaufträge die Ergebnisse der Umformtechnik nach oben. Dennoch verlaufen die Konjunkturzyklen stabiler als in der Zerspanung, die vielfach Mittelständler mit stark schwankendem Werkzeugmaschinenbedarf bedient.

60 Prozent Exportquote

Für die deutsche Umformtechnik erwartet der Verein deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW) im laufenden Jahr einen Produktionsanstieg um zwei Prozent. Die Branche exportierte im vergangenen Jahr rund 60 Prozent ihrer Produktion. 2014 gingen die Ausfuhren um vier Prozent zurück; im ersten Halbjahr 2015 sanken sie um weitere sechs Prozent.

China ist mit Abstand der wichtigste Markt mit einem Volumen von über 500 Millionen Euro und einem Anteil von fast 30 Prozent. Das ist dreimal so viel, wie die USA als zweitwichtigster Markt abnehmen. Im ersten Halbjahr schrumpften die Ausfuhren nach China um mehr als ein Zehntel. Demgegenüber liefen die Exporte in die Türkei, nach Italien, in die Niederlande, nach Ungarn, Indien, Polen und in etliche andere Länder überproportional gut.

Bis August dieses Jahres sank der Auftragseingang aus dem In- und Ausland gleichermaßen um fünf Prozent. Maßgeblich dafür war der Rückgang von einem Fünftel aus China. Der Rückgang bei den Inlandsaufträgen spiegelt wider, dass die großen Abnehmer aus der Automobilindustrie vorrangig im Ausland investieren.

In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres zog der Umsatz in der Umformtechnik um drei Prozent an. Demnach leistet die Umformtechnik ihren positiven Beitrag zum Ergebnis der Gesamtbranche.

(Quellen: iXPOS/VDMA)