Clearingstelle EEG veröffentlicht Auslegungsempfehlungen zur Eigenerzeugung

Clearingstelle EEG veröffentlicht Auslegungsempfehlungen zur Eigenerzeugung

Berlin (17.07.2015) Die Clearingstelle EEG hat einige Empfehlungen zur Auslegung des § 61 EEG veröffentlicht. Interessant sind insbesondere die Empfehlungen zur Zeitgleichheit zwischen Erzeugung und Verbrauch (§ 61 Abs. 7 EEG 2014) sowie zur Befreiung von der EEG-Umlage wegen vollständiger Selbstversorgung mit erneuerbaren Energien (§ 61 Abs. 2 Nr. 3 EEG 2014).

Befreiung von EEG-Umlage wegen vollständiger EE-Versorgung:

Die Befreiung setzt demnach voraus, dass der Eigenversorger seinen Strombedarf ausschließlich aus eigenerzeugtem Ökostrom deckt. Diese Voraussetzung ist nicht erfüllt, wenn:

  • der Eigenversorger Strom aus dem öffentlichen Netz bezieht, auch wenn es sich dabei um zertifizierten Grünstrom handelt.
  • der Eigenversorger Strom über eine Direktleitung oder einem Arealnetz bezieht, auch wenn es sich dabei um zertifizierten Grünstrom handelt.

Die Clearingstelle empfiehlt zudem, auf das Kalenderjahr abzustellen. D. h., wird in einer der Viertelstunden eines Jahres die vollständige Selbstversorgung nicht erreicht, fällt die EEG-Umlage auf den gesamten eigenerzeugten Strom im ganzen Jahr an.

Zeitgleichheit zwischen Erzeugung und Verbrauch:

Gibt es bereits eine geeignete Anordnung von Arbeitszählern, muss keine gesonderte Erfassung der Zeitgleichheit erfolgen. Geeignete Anordnungen enthält das Papier der Clearingstelle (Abschnitt 5.3 und im Anhang). Die Zeitgleichheit von Erzeugung und Verbrauch bei der Eigenerzeugung steht der Nutzung eines Speichers nicht entgegen.

(Quelle: IHK München) .