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Bayerischer Handwerkstag zu TTIP: „Lebensmittelstandards nicht aufweichen“

Bayerischer Handwerkstag zu TTIP: „Lebensmittelstandards nicht aufweichen“

München (5.1.2015) - Das bayerische Handwerk reagiert mit Verärgerung auf die Äußerungen von Bundesagrarminister Christian Schmidt zu Lebensmitteln mit geschützter geografischer Herkunft. Dieser hatte gegenüber dem Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ erklärt, bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP nicht mehr jede Wurst und jeden Käse als Spezialität schützen zu können.

„Handwerklich produzierte regionale Spezialitäten wie zum Beispiel die Nürnberger Bratwurst, Bayerische Brezn und Bayerisches Bier sind charakteristisch für unsere Kultur. Der Verbraucher weiß, woher sie kommen und dass er sich auf die Qualität verlassen kann. Wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Lebensmittelstandards bei den TTIP-Verhandlungen aufgeweicht werden“, betont Georg Schlagbauer, Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT). Das Handwerk im Freistaat erkenne zwar die Vorteile von TTIP, warne aber auch vor den Gefahren, die mit einem solchen Abkommen verbunden sind, so der BHT-Präsident weiter.

 
Schlagbauer fordert daher die Einhaltung bestimmter Standards: „Die weiteren Verhandlungen müssen transparent und nachvollziehbar unter Beteiligung der Mandatsträger in den EU-Mitgliedsstaaten geführt werden. Eine regelmäßige Bereitstellung wesentlicher Details der Verhandlungen sowie die Öffnung der Expertengruppe der EU-Kommission für die Anhörung verschiedener Interessenträger sind dringend erforderlich. Betroffene Gruppen wie das Handwerk müssen die Möglichkeit haben, sich am politischen Entscheidungsprozess zu beteiligen und sich zu äußern.“

(Quelle: BHT)