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Änderungen im Bereich „Carnet“

Änderungen im Bereich „Carnet“

Nürnberg (29.1.2015) - Im Bereich Carnet gab es wieder eine Reihe von Änderungen, unter anderem für die Einfuhr von Musikinstrumenten, aber auch für Diamanten.

ALLE ANGABEN OHNE GEWÄHR!
 
Australien:
Tragbare Musikinstrumente, die von nicht in Australien Ansässigen vorübergehend eingeführt werden,  müssen mit Carnet A.T.A. importiert werden.
 
Bosnien und Herzegowina:
Für die vorübergehende Einfuhr von tragbaren Musikinstrumenten ist ein Carnet erforderlich.
 
Chile:
Tragbare Musikinstrumente gelten als persönliche touristische Güter. Wenn eine Musikgruppe auftreten möchte, muss vorher eine vorübergehende Genehmigung eingeholt werden, damit die Instrumente in Chile genutzt werden dürfen.
 
China:
Tragbare Musikinstrumente, die von Musikern für Shows und Konzerte vorübergehend eingeführt werden, gelten als Berufsausrüstung und dürfen nicht mit Carnet eingeführt werden.
 
Iran:
Die Pflicht, vor Ausstellung eines Carnets beim DIHK anzufragen, entfällt. Für Musikinstrumente ist ein Carnet erforderlich.
 
Israel:
Seit dem 15.01.2015 sind neue Bestimmungen für die vorübergehende Einfuhr von Diamanten im Handgepäck in Kraft. Jeder Reisende, der Diamanten mit einem Carnet einführen möchte, muss nach der Landung auf dem Flughafen bei der Einreise den roten (Zoll-)Eingang („GOODS TO DECLARE“) benutzen. Bei der Anmeldung wird die Ware in eine speziell gesicherte Plastiktüte gelegt. Diese Tüte mit den Diamanten muss dann einem der drei in Israel autorisierten Spediteure übergeben werden (D2D, Malca-Amit oder Brinks).
Dieser Spediteur bringt die Diamanten zur Abfertigung in die Diamantenbörse nach Ramat-Gan. Dort befindet sich die einzige Zollabfertigung für Diamanten in Israel. Die Ware wird am selben Tag (nach ein paar Stunden) dem Reisenden zurückgegeben. Dazu ruft der Spediteur den Reisenden nach der Zollabfertigung an und sagt ihm genau, wo und wann er die Ware abholen kann.
Wichtig: Die Verantwortung, vor Ankunft auf dem Flughafen Ben Gurion einen Termin mit einer der Speditionen auszumachen, der die Diamanten übergeben werden müssen, liegt beim Reisenden.
 
Kanada:
Für die vorübergehende Einfuhr von tragbaren Musikinstrumenten ist ein Carnet erforderlich
 
Marokko:
Gemäß mündlicher Information vom marokkanischen Zoll  an den Bürgen würde der marokkanische Zoll auf Anfrage der IHK, die das Carnet ausgestellt hat, eine Verlängerung des Aufenthaltes der Ware im Land genehmigen. Anschlusscarnets werden jedoch nicht akzeptiert.
Tragbare Musikinstrumente, die per Handgepäck von nicht in Marokko Ansässigen vorübergehend eingeführt werden, können ohne Formalitäten (ohne Carnet) eingeführt werden.
 
Mexiko:
Mit sofortiger Wirkung wird eine Strafe erhoben, wenn die Waren nicht innerhalb von 6 Monaten wieder ausgeführt werden. Es wird zunächst eine Strafe von 1.840 mexikanischen Peso (ca. 106 Euro) erhoben, wenn die Ware dann umgehend ausgeführt wird. Bei einem weiteren Verstoß durch denselben Carnetinhaber beträgt die Strafe 2.770 mexikanische Peso (ca.160 Euro). Die Strafe wird sich danach alle 15 Tage (in der Zeit zwischen festgesetzter Wiederausfuhrfrist und tatsächlicher Ausfuhr) jeweils um denselben Betrag erhöhen. Die Strafe wird den Wert der Waren nicht übersteigen. Um diese Strafe zu vermeiden, sollte der Carnetinhaber oder der Vertreter einen Monat vor Ablauf der 6 Monate) eine Verlängerung der 6-monatigen Frist bei CANACO beantragen: (mcavendano@camaradecomerciodemexico.com.mx oder dirgral@camaradecomerciodemexico.com.mx).
Dies hat durch einen Brief zu erfolgen, in dem um Verlängerung gebeten wird und die Gründe dargelegt werden. Zusammen mit dem Brief muss eine elektronische Kopie des grünen Deckblattes des Carnets, die Allgemeine Liste und der Stammabschnitt an die oben genannte Adresse gesandt werden. Die Erteilung der Genehmigung dauert meistens einen Monat. Damit die Waren eines abgelaufenen Carnets abgefertigt werden kann (also nach Ablauf der 6-Monatsfrist), muss der Carnetinhaber CANACO informieren. CANACO wird dann den mexikanischen Zoll informieren, dass die Waren bereit sind zur Abfertigung. Für die Durchführung dieser Abfertigung durch den mexikanischen Zoll ist sofort ein Betrag von 4.000 mexikanische Peso (ca. 240 Euro) zu zahlen.
 
Schweiz:
Tragbare Musikinstrumente für den persönlichen Gebrauch können im Reiseverkehr ohne Formalitäten vorübergehend in die Schweiz ein- oder aus der Schweiz ausgeführt werden. Das heisst, wer mit solchen Musikinstrumenten in die Schweiz einreist, kann an den Flughäfen den grünen Zolldurchgang benutzen.
Die Einfuhr von tragbaren Musikinstrumenten, die für den persönlichen Gebrauch bestimmt sind und nur vorübergehend in der Schweiz verwendet werden, wird weiter vereinfacht. Neu werden auch folgende Musikinstrumente als persönliche Gebrauchsgegenstände behandelt:

  • tragbare Musikinstrumente, welche für Konzerte in der Schweiz oder zu Unterrichtszwecken verwendet werden und
  • Leihinstrumente, die einer Person zur Verfügung gestellt werden, unabhängig davon, ob diese ihren Wohnsitz im In- oder Ausland hat.

Dies gilt auch für solche Musikinstrumente, die nach vorübergehender Ausfuhr wieder in die Schweiz eingeführt werden.
Reisende, die über einen Flughafen in die Schweiz einreisen, können mit diesen Musikinstrumenten den grünen Durchgang benutzen.
Dies gilt jedoch nicht für:

  • tragbare Musikinstrumente, die zu anderen Zwecken vorübergehend ein- oder ausgeführt werden. So zum Beispiel für Expertisen, Reparaturen, Wertschätzungen oder zum ungewissen Verkauf.
  • neue oder gebrauchte tragbare Musikinstrumente, die Personen mit Wohnsitz Schweiz im Ausland kaufen und definitiv in die Schweiz einführen. Innerhalb der Wertfreigrenze von 300 Franken können diese abgabenfrei eingeführt werden.
  • nicht tragbare neue oder gebrauchte Musikinstrumente (etwa. ein Klavier).

Die neue Regelung gilt ausschließlich für die Schweiz und das Fürstentum Liechtenstein.
 
Spanien:
Die Bezeichnung des spanischen Bürgen hat sich geändert:
Cámara Oficial de Comercio, Industria
Servicios y Navegación de España
Ribera del Loria 12
E-28042 Madrid

Weißrussland (Belarus):
Tragbare Musikinstrumente mit einem Wert von unter 200 Euro sind teilweise von den Einfuhrabgaben befreit. Für die vorübergehende Einfuhr von tragbaren Musikinstrumenten mit einem Wert von mehr als 200 Euro muss ein Carnet vorgelegt werden.

(Quelle: IHK Nürnberg)