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Zwischenbilanz nach 1000 Tagen: Das Enterprise Europe Network

Zwischenbilanz nach 1000 Tagen: Das Enterprise Europe Network

Brüssel/München (31.03.2011) - In den ersten 1000 Tagen seit seiner Gründung hat das Enterprise Europe Network über 2,5 Millionen Unternehmen dabei geholfen, die Vorteile des Binnenmarkts optimal zu nutzen. Europas größtes Netzwerk zur Unternehmensförderung erleichtert es kleinen und mittleren Unternehmen (KMU),

 

sich international auszurichten, Innovationen zu entwickeln und EU-Fördermittel zu erschließen, und stärkt so ihre Wettbewerbsfähigkeit. Fast 600 wichtige Akteure im Bereich der Unternehmensförderung haben hier gemeinsam eine zentrale Anlaufstelle geschaffen, die Unternehmen dabei helfen soll, ihr volles Potenzial auszuschöpfen.
 
Der für Unternehmens- und Industriepolitik zuständige Kommissionsvizepräsident Antonio Tajani erklärte: „Das Enterprise Europe Network (EEN) stellt einen Meilenstein unserer Strategie zur Förderung des Unternehmertums und des Wachstums von Unternehmen dar. Kleine und mittlere Unternehmen haben in den letzten zehn Jahren zahllose Arbeitsplätze geschaffen. Das Netzwerk soll ihnen jetzt helfen, weiter zu wachsen, und auf diese Weise konkreten Mehrwert für Europa schaffen. Diesem Prozess dient auch der Small Business Act, der Unternehmern wirkungsvolle Unterstützung dabei bietet, ihre eigene persönliche Erfolgsgeschichte zu verwirklichen.“
 
Dem Netzwerk gehören über 3000 Vertreter aus Fachkreisen an, und es ist in allen Regionen der Europäischen Union und in 21 Drittlandsmärkten vertreten, um europäischen KMU Hilfestellung zu geben. Auch in Bayern ist das EEN erfolgreich vertreten  mit zehn Partnern und 50 Mitarbeitern, die KMU unterstützen. Es bietet integrierte Unterstützungsdienste an, mit denen kleinen Unternehmen dabei geholfen werden soll, im Ausland aktiv zu werden und finanzielle Unterstützung durch die EU für ihre Forschungs- und Innovationsprojekte zu bekommen.
 
In nur drei Jahren hat das Netzwerk mehr als 2,5 Millionen KMU unterstützt und wirtschaftliche Fachveranstaltungen mit über 600 000 Teilnehmern durchgeführt. Außerdem hat es etwa 35 000 kleine Unternehmen für internationale Kooperationsbörsen und Unternehmensreisen gewonnen.
Bisher hat das Netzwerk etwa 4 500 KMU geholfen, Partner für geschäftliche Kooperation, Technologietransfer oder Forschungsvorhaben im Ausland zu finden. Einige Beispiele:
  • Ein britisches Unternehmen fand für seinen Chemikaliendetektor mit Hilfe des Netzwerks eine Marktanwendungsmöglichkeit im Bereich der Kraftfahrzeugsicherheit.
  • Ein lettischer Sprachsoftware-Entwickler fand einen Partner für ein aus Forschungsmitteln des RP7 gefördertes Vorhaben.
  • Einem französischen Familienbetrieb aus dem Sanitärbereich gelang es, sich mit Hilfe eines Netzwerk-Partners vor Ort durch das Dickicht des Steuerrechts zu manövrieren und grenzüberschreitend seine Dienste in Luxemburg anzubieten.
Einzigartig ist, dass das Enterprise Europe Network den KMU Gelegenheit gibt, sich an der Politikgestaltung zu beteiligen. Das Netzwerk konsultiert die Unternehmen zu geplanten europäischen Rechtsvorschriften und holt ihre Meinung zu bestehenden Vorschriften ein. Über den Mechanismus des Netzwerks sind bereits über 10 000 Stellungnahmen aus Fachkreisen gesammelt worden, die in den Rechtsetzungsprozess eingeflossen sind.
 
Hintergrund
Das Enterprise Europe Network fördert das Unternehmertum und ist ein wichtiges Instrument für die Umsetzung der Strategie Europa 2020 and des Small Business Act. Es ist in Einrichtungen zur Wirtschaftsförderung wie z. B. Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Agenturen für Innovationsentwicklung, Technologiezentren und Forschungseinrichtungen eingebunden, die sich durch ihre Nähe zu KMU und ihren Zugang zu einem EU-weiten Netzwerk von Fachleuten in europäischen Wirtschaftsfragen auszeichnen.
Das Netzwerk wurde von der Generaldirektion Unternehmen und Industrie geschaffen und ist Teil des EU-Rahmenprogramms für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation, das die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen fördern soll. Es wird von der Exekutivagentur für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (EACI) geleitet.