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Zeil in Tschechien: Wirtschaftskontakte ausbauen

Zeil in Tschechien: Wirtschaftskontakte ausbauen

Prag (03.03.2011) - Die Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs zwischen Bayern und Tschechien hat Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil gefordert.

Zeil besucht derzeit gemeinsam mit einer knapp 50-köpfigen Delegation aus Unternehmern, Landtagsabgeordneten und Verbandsvertretern die Tschechische Republik.Im Zentrum des Besuchs stehen Gespräche mit Verkehrsminister Vít Bárta und Wirtschaftsminister Martin Kocourek. „Wir wollen mit unserem Besuch die wirtschaftlichen Beziehungen weiterentwickeln und vertiefen. Dabei werde ich mich besonders für die Anliegen der bayerischen Unternehmen einsetzen und gemeinsame Projekte weiter voran treiben“, erklärt Zeil.
 
Ein zentrales wirtschafts- und verkehrspolitisches Anliegen ist die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur zwischen Bayern und Tschechien. „Wir müssen vor allem den grenzüberschreitenden Schienenverkehr weiter forcieren. Das liegt mir sehr am Herzen. Wir brauchen endlich wettbewerbsfähige Reisezeiten im Vergleich zum Auto oder Flugzeug. Ich erwarte, dass die für den Ausbau auf bayerischer Seite verantwortliche deutsche Bundesregierung die Signale auf grün stellt, damit es vorwärts geht mit dem Streckenausbau über Schirnding und Furth im Wald”, bekräftigt der Minister.
 
Zeil macht sich in Prag auch für den Wirtschaftsstandort Bayern stark. Unter dem Motto ‚Bayern öffnet die Türen für tschechische Investoren’ organisiert Invest in Bavaria, die Ansiedlungsagentur des Bayerischen Wirtschaftsministeriums, eine Veranstaltung für potenzielle tschechische Investoren. „Der Wirtschaftsstandort Bayern hat in Tschechien eine hohe Bedeutung. Ich bin überzeugt, dass Investoren aus unserem Nachbarland eine Ansiedlung in Bayern klare Geschäftsvorteile verschafft. Wir möchten künftig noch mehr Unternehmen für den bayerischen Markt gewinnen“, sagt Zeil.
 
Die Delegationsteilnehmer werden bei firmenindividuellen Kooperationsgesprächen und Branchenfachgesprächen Gelegenheit zum direkten Austausch mit tschechischen Unternehmern und Verbandsvertretern haben. „Für die bayerischen Unternehmen bietet sich eine hervorragende  Möglichkeit, erste persönliche Kontakte zu tschechischen Unternehmen zu knüpfen“, erläutert Zeil. Die Teilnehmer der Delegation decken ein breites Branchenspektrum ab. Schwerpunkte sind Energiewirtschaft, Logistik und Maschinen- und Anlagenbau.
 
Die Handelsbeziehungen zwischen Bayern und der Tschechischen Republik sind traditionell eng. In den vergangenen Jahren haben sie sich sehr dynamisch entwickelt. Nach dem Rückgang des Handelsvolumens bedingt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat der bilaterale Warenaustausch im Jahr 2010 wieder deutlich an Fahrt gewonnen. Das Handelsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. Die Tschechische Republik ist Bayerns sechstwichtigster Handelspartner weltweit. Im gesamten mittelost-, ost- und südosteuropäischen Raum ist sie sogar Handelspartner Nummer 1. Mehr als 3.000 bayerische Unternehmer pflegen Geschäftsbeziehungen in die Tschechische Republik. Aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft ist Tschechien gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ein wichtiger Einstiegsmarkt ins Exportgeschäft.

(Bild: Karlsbrücke in Prag, pixelio.de)