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Zeil: "Bayerische Unternehmen können von WM 2022 in Katar profitieren"

Abu Dhabi/Doha (21.03.2011) - Begleitet von einer 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation aus den Branchen Umwelt, Bau, Verkehr und Sicherheitstechnik ist Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil am Samstag in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) und nach Katar gereist.

„Die arabischen Golfstaaten sind für Bayern nach wie vor ein nachfragestarker Markt. Die Scheichs setzen auf eine Diversifizierung ihrer stark vom Öl abhängigen Wirtschaft und investieren kräftig in Infrastruktur, Bauprojekte und Forschung. Ein Großteil des dafür nötigen Know-hows und der Technik muss importiert werden. Hier liegt eine große Chance für bayerische Unternehmen“, erklärt Zeil. 
 
Auf der viertägigen Reise besucht die Delegation die beiden Hauptstädte Abu Dhabi und Doha. Neben politischen Gesprächen in den Ministerien für Wirtschaft, Außenhandel, Verkehr und Energie der VAE und Katars trifft Zeil Vertreter des Bewerbungskomitees für die Fußball-WM 2022 in Katar. „Bayerische Unternehmen, gerade auch Mittelständler, können ihre internationalen Erfahrungen sehr erfolgreich bei Großprojekten wie der Fußball-WM 2022 in Katar ins Spiel bringen“, zeigt sich Zeil überzeugt. „Bayerische Unternehmen waren ganz wesentlich am Erfolg der Fußball-WM in Südafrika beteiligt. Ein großer Teil des Auftragsvolumens an deutsche Unternehmen ging damals nach Bayern. Ich freue mich darauf, dieses Potenzial auch in Katar zu bewerben. Wir werden uns in Doha mindestens so professionell präsentieren, wie der FC Bayern.“
 
Die Wirtschaftsdelegation besucht in Abu Dhabi verschiedene Großprojekte aus den Bereichen Verkehr und Sicherheitstechnik, sowie Umwelt und Bauwesen, wie zum Beispiel die CO2-neutrale Planstadt Masdar. In Doha erwartet die Delegation ein Besuch bei der Qatar Railways Exhibition Hall DB International und dem landesweit größte Stadtentwicklungsprojekt Lusail.
 
Die Staaten der arabischen Golfregion sind mit einem derzeitigen Projektvolumen von 2.176 Milliarden US-Dollar ein äußerst attraktiver Markt, vor allem für Unternehmen der Baubranchen sowie für Logistik, Infrastruktur und Energietechnologien. Die VAE, die die Liste der Projektmärkte weiterhin mit großem Abstand anführen, sind auch für den Freistaat der wichtigste Handelspartner im Nahen und Mittleren Osten mit einem Volumen von 933,9 Millionen Euro in 2010. Katar folgt mit 122,3 Millionen Euro auf Platz 9, wobei Bayern in beiden Fällen deutlich mehr exportiert als importiert.