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Südkorea - Wachstumsmarkt und günstiger Ausgangspunkt für Geschäfte in Asiens Handelszentren

Südkorea - Wachstumsmarkt und günstiger Ausgangspunkt für Geschäfte in Asiens Handelszentren Südkorea - Wachstumsmarkt und günstiger Ausgangspunkt für Geschäfte in Asiens Handelszentren

Bayreuth (19.12.2011) - Wussten Sie, dass die Republik Korea die viertgrößte Volkswirtschaft in Asien ist? Mit einem in diesem Jahr erwarteten soliden Wachstum von 4-5 Prozent, einem verhältnismäßig hohen Kaufkraftniveau und einer Importquote von 42% des BIP bietet dieser Markt interessante Chancen.

 

Bereits mehr als 50 oberfränkische Unternehmen wissen diesen Markt zu schätzen.
 
Erstes „Unternehmerfrühstück“
 
Erstmals luden der Bereich International und das „Enterprise Europe Network“ oberfränkische Unternehmer zum „Unternehmerfrühstück Südkorea“ nach Bayreuth ein. Begrüßen konnte IHK-Bereichsleiter Dr. Hans Kolb dazu auch Herrn Sang-Eun Han, den Geschäftsführer des Korea Business Center in München, einer Einrichtung der staatlichen koreanischen Investitions-Förderagentur KOTRA. Zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer nutzten die Chance, um mit Korea-Experten ins Gespräch zu kommen und Erfahrungen auszutauschen.
 
Fokus auf Innovation und Qualität
 
Michael Wendel, Mitarbeiter des Korea Business Center München, öffnete den Teilnehmern mit seinem Diskussionsbeitrag den Blick auf die Rolle Südkoreas in Asien und der Welt: Kontinuierliche Wachstumsraten, eine stabile Regierung, rechtliche Rahmenbedingungen für Unternehmen, die denen in Deutschland sehr ähnlich sind, eine Regierung in Seoul, die Forschung und Entwicklung in innovativen Wachstumsbranchen fördere. So habe das Land nicht nur bei Informations- und Kommunikationstechnologien eine führende Position inne, sondern verringere auch in anderen Bereichen wie beispielsweise Neuen Materialien, Erneuerbaren Energien, intelligenter Stromübertragung, bei Elektroantrieben und Biotechnologie ständig den Abstand zu den führenden Industrieländern der Welt. Auf Grund der günstigen geografischen Lage sei das Land ein sehr geeigneter Ausgangspunkt für Geschäfte mit Japan, China und allen anderen wichtigen Handelsplätzen in der Region. 
 
Viertgrößter Exportmarkt für deutsche Produkte und Dienstleistungen außerhalb der EU
 
Uta Brockmann, Leiterin des Bereichs Recht der Deutsch-Koreanischen Auslandshandelskammer in Seoul, hatte eindrucksvolle Fakten zur Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und der Republik Südkorea in ihrem Vortrag zu bieten. Das am 01. Juli 2011 in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der EU und Südkorea werde dazu beitragen, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen beiden Ländern weiter zu entwickeln. Sollte es Probleme bei der Umsetzung der Regelungen dieses noch sehr neuen Abkommens geben, so könne die AHK über ihre Kontakte in vielen Fällen helfen, diese zu lösen.
 
Intakte Netzwerke nutzen – schnell reagieren
 
Einen regen Erfahrungsaustausch gab es bei der Frage, wie man bei Geschäften mit südkoreanischen Geschäftspartnern erfolgreich sein kann.
Jae-Woo Jeong, Mitarbeiter des Bayreuther Ingenieurbüros Bühnenplanung Kottke GmbH, konnte durch sein Architekturstudium in Korea und sein Studium der Theatertechnik in Deutschland die entscheidenden Kontakte knüpfen und Brücken zwischen der deutschen und der koreanischen Geschäftskultur bauen, die es dem Bayreuther Unternehmen ermöglichte, sich in einem harten internationalen Wettbewerb um die Planungsleistungen für den Neubau des Seoul Performance Art Centers und eines weiteren Theaters in Seoul durchzusetzen.
 
Jeong und alle anderen Korea-Experten rieten den anwesenden Unternehmern, die EXPO 2012 in Korea zu nutzen, um Land und Leute kennen zu lernen und Kontakte zu knüpfen.
Ohne Netzwerke und persönliche Kontaktpflege sei im Korea-Geschäft wenig zu bewirken. Ein Unternehmen werde als „Familie“ empfunden und entsprechend müssten auch Hierarchien eingehalten und Strukturen geachtet werden. Koreaner arbeiteten immer unter Zeitdruck, das bedeute auch, dass Anfragen/Angebote sehr schnell bearbeitet werden müssten, denn wer nicht der Schnellste sei habe meist schon verloren, so der Rat der Praktiker.
Im Anschluss an das „Unternehmerfrühstück“ konnten die Teilnehmer noch individuelle Gespräche mit den Referenten führen und sich über Kooperationsangebote südkoreanischer Unternehmen, die die südkoreanischen Partner im „Enterprise Europe Network“ zur Verfügung stellten, informieren.
 
Unterstützung im Korea-Geschäft
Sie erhalten Unterstützung bei Ihrem Korea-Geschäft u.a. von
der Deutsch-Koreanischen Auslandshandelskammer: www.kgcci.com und
Die KOTRA unterstützt als staatliche Agentur zur Investitionsförderung Unternehmen, die ihr Korea-Geschäft auf- und ausbauen wollen, mit umfangreichen kostenlosen Dienstleistungen.
Informationen über Markt- und Branchenentwicklungen, über rechtliche Grundlagen und vieles mehr bieten die Länderinfos hier im Auwi-Portal die Datenbank der Germany Trade an Invest GmbH www.gtai.de
Die koreanischen Partner des EEN finden Sie unter www.enterprise-europe-network.ec.europa.eu,