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Norwegen ist wichtiger Partner für Bayerns Energiezukunft

Oslo (20.10.2011) - Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel reist heute mit einer Expertendelegation zu wirtschaftspolitischen Gesprächen nach Oslo.

Im Zentrum des Besuchs stehen Termine mit Vertretern aus Regierung und Wirtschaft, unter anderem der Staatssekretärin Rikke Lind im Handelsministerium. Auch Gespräche mit Vorstandsmitgliedern der Energieunternehmen Statoil und Bayerngas Norge sind geplant. „Wir bauen unsere Energieversorgung komplett um. Deshalb ist die Energiepartnerschaft mit Norwegen sehr wichtig für den Freistaat. Durch den Verzicht auf die Kernenergie müssen wir einen Teil der Lücke mit neuen Gaskraftwerken schließen“, erklärt Hessel.
 
Norwegen ist seit langem ein verlässlicher Öl- und Gaslieferant für Bayern und Deutschland. Der Anteil am Rohölimport liegt bei 14 Prozent, am Gasimport bei 36 Prozent. „Bayern begrüßt es deshalb, wenn Norwegen seine schon heute hohen Öl- und Gaslieferungen nach Deutschland aufrecht erhält und weiter ausbaut“, betont die Staatssekretärin. Im Hinblick auf ihren Besuch von Bayerngas Norge, dem Tochterunternehmen der Münchner Bayerngas GmbH, ergänzt Hessel: „Dass ein bayerisches Unternehmen vor der norwegischen Küste Gasvorkommen exploriert und fördert, ist ein Zeichen für offene Energiemärkte und sichert die Energieversorgung in Bayern“.
 
Daneben ist der Stromsektor Gegenstand der Gespräche. „Wir wollen erfahren, wie Norwegen das Potenzial seiner Pumpspeicher für den Ausgleich volatiler Wind- und Solarstromerzeugung in Deutschland einschätzt.“ Eine enge Zusammenarbeit zwischen der deutschen und norwegischen Netzwirtschaft beim Bau von Seekabel-Verbindungen werde ich nachdrücklich unterstützen. Denn wir brauchen neue Lösungen für unsere Energiezukunft“, unterstreicht die Staatssekretärin. Eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sei Voraussetzung dafür, die Wirtschaftskraft und Wettbewerbsfähigkeit Bayerns zu erhalten.