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Neue Webseite zu konsularischem Schutz bei Reisen

Brüssel (04.05.2011) - Krankheit, Krise, Katastrophe: Zu wenige EU-Bürger kennen ihr Recht auf konsularischen Schutz, wenn sie außerhalb der EU reisen oder wohnen.

Das will die EU-Kommission ändern und hat dazu kürzlich Vorschläge unterbreitet, wie die EU-Bürger, aber auch die Mitarbeiter in den Konsulaten besser informiert werden können.

Die EU-Kommission hat eine neue Webseite eingerichtet mit umfassenden Informationen darüber, welche Rechte die Bürger im Katastrophenfall aber auch bei Krankheit oder gestohlenem Pass haben. Unter anderem listet sie die Adressen aller konsularischen oder diplomatischen Vertretungen in Nicht-EU-Staaten auf und informiert über Reisehinweise aus den Mitgliedstaaten. In Deutschland steht der Hinweis auf konsularischen Schutz bereits im Reisepass.

„Die Menschen in Japan und Libyen werden in dieser Zeit des nationalen Notstands tatkräftig von Europäern unterstützt“, so Vizepräsidentin Viviane Reding, EU-Kommissarin für Justiz. „Inmitten dieser Herausforderungen erleben wir die Solidarität der Europäer in der Praxis. Die Mitgliedstaaten versuchen mit vereinten Kräften, ihre Staatsangehörigen in Sicherheit zu bringen. Da immer mehr EU-Bürger im Ausland arbeiten und dorthin reisen, müssen alle darüber informiert werden, wo und wie sie in Krisen Hilfe erhalten, ganz gleich, wo in der Welt sie sind und welche Staatsangehörigkeit sie haben.“

90 Millionen Europäer reisen jedes Jahr ins europäische Ausland. 30 Millionen wohnen ständig dort. Alle Konsulate oder Botschaften der EU-Länder sind verpflichtet, EU-Bürgern zu helfen, wenn deren Land keine diplomatische Vertretung unterhält. Und zwar so, als wären sie ihre eigenen Staatsbürger.

Hier geht’s zur Website: http://ec.europa.eu/consularprotection/

Weitere Infos auch unter www.auswaertiges-amt.de

(Quelle: Newsletter Bayern Handwerk International)