Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Kroatien: Anzeichen wachsender Zuversicht

Kroatien: Anzeichen wachsender Zuversicht

Zagreb (18.04.2011) - In der diesjährigen Wirtschaftsumfrage unter den Mitgliedern der Deutsch-Kroatischen Industrie- und Handelskammer (DKIHK) dominiert wie schon in den Vorjahren eine z.T. sehr kritische Einschätzung zur gegenwärtigen Wirtschaftslage und zu den Faktoren, die für die Qualität des Wirtschaftsstandorts Kroatien bestimmend sind.

 Insbesondere bei den Geschäftsaussichten für das Jahr 2011 ist aber wieder mehr Optimismus spürbar. (Details siehe Anlage rechts).

„Obwohl über Dreiviertel der an der Umfrage beteiligten Unternehmen die aktuelle Wirtschaftslage
Kroatiens ähnlich wie im Vorjahr als schlecht bewerten, werden die Aussichten für die kroatische
Wirtschaft im laufenden Jahr weniger pessimistisch eingeschätzt als noch im Vorjahr: So hat sich der
Anteil der Unternehmen, die von einer Verschlechterung der Wirtschaftsaussichten ausgehen, mehr
als halbiert und ist von 57 Prozent im Jahr 2010 auf 27 Prozent in diesem Jahr gesunken. Auch bei
der Einschätzung der Geschäftsaussichten für das laufende Jahr ist ein positiver Trend sichtbar: Knapp 42 Prozent der an der Umfrage beteiligten Unternehmen rechnen mit einer Verbesserung ihrer Geschäftslage 2011 im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2010 waren es nur 15 Prozent. Man blickt also
wieder etwas optimistischer in die wirtschaftliche Zukunft“, erklärte Ralf Blomberg, Präsident der DKIHK, bei der Vorstellung der Ergebnisse. „Die in unserer Kammer versammelten Unternehmen signalisieren damit erste Anzeichen wachsender Zuversicht.“

Dies zeigt sich auch bei den Einschätzungen für das laufende Jahr bezogen auf die Umsatzzahlen,
den erwarteten Gewinn vor Steuern, die geplanten Investitionsausgaben und den deutsch-kroatischen
Handel. Bei der Einschätzung der Standortqualitäten Kroatiens wurden, ähnlich wie in den Vorjahren, als Vorzüge die günstige geografische und strategische Lage, die gute Qualität und Qualifikation der
Mitarbeiter, die mit Ausnahme der Eisenbahn gut entwickelte Verkehrsinfrastruktur, die baldige EU-Mitgliedschaft sowie die Sektoren Tourismus, Landwirtschaft und Energetik genannt.

Allerdings halten die an der diesjährigen Wirtschaftsumfrage beteiligten kroatischen und deutschen
Unternehmen die Situation bei wichtigen Standortfaktoren in Kroatien nach wie vor für dringend
verbesserungsbedürftig. Als wichtige wirtschaftspolitische Handlungsfelder stehen aus Sicht der
Umfrageteilnehmer, ähnlich wie in den Vorjahren, die Zahlungsmoral, die Bekämpfung der Korruption
und Kriminalität, die Verbesserung des Rechtssystems und der Rechtssicherheit, Verbesserungen
des Steuersystems und des Steuerrechts sowie eine effiziente öffentliche Verwaltung im Vordergrund.

Die komplette Pressemitteilung und weitere Informationen zu der Umfrage finden Sie rechts.