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Keine Einfuhrbeschränkungen für Waren aus Japan

Keine Einfuhrbeschränkungen für Waren aus Japan

Bonn (23.03.2011) - Nach Angaben der deutschen Zollverwaltung gibt e derzeit keine Restriktionen bezüglich Einfuhren japanischer Waren.

Luftfracht- und Postsendungen würden Stichprobenhaft auf Radioaktivität untersucht. Anbei die aktuelle Meldung der Zollverwaltung:

Mögliche Auswirkungen der aktuellen Störfälle in japanischen Atomanlagen auf das Bundesgebiet werden unter Beteiligung weiterer Stellen durch das in erster Linie zuständige Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit fortlaufend analysiert. Aktuelle Informationen sind über folgende Internetadresse abrufbar:

Nach Einschätzung der zuständigen Fachressorts besteht derzeit kein Anlass, besondere Strahlenschutzmaßnahmen bei der Einreise und Wareneinfuhr nach Deutschland zu beachten.

Dennoch prüft die Zollverwaltung aus Gründen höchster Vorsicht Luftfracht- sowie Postsendungen aus Japan auf eine eventuelle Belastung mit Radioaktivität. Die Waren werden dabei stichprobenweise mittels Strahlenmessgeräten ("Geigerzähler") auf erhöhte Werte geprüft. Dabei richtet sich der Umfang der Stichprobe nach den konkreten Umständen des Transportes. Die derzeit in einem sehr hohen zweistelligen Bereich liegende Stichprobenquote soll bis zur Stabilisierung der Lage auf diesem Niveau beibehalten werden. Darüber hinaus beschränken sich die Prüfungen nicht auf direkte Transporte, sondern berücksichtigen auch Umladungen im Ausland.

Bei den derzeit auf dem Seeweg eintreffenden Waren besteht kein Risiko einer erhöhten Strahlenbelastung, da diese vor dem 11. März 2011 versandt worden sind. Sobald nach dem Tag des Unglücks versandte Waren in Deutschland eintreffen können, werden auch diese in enger Zusammenarbeit mit allen relevanten Stellen auf ein mögliches Risiko geprüft.

Zusätzlich zu den eigenen Maßnahmen unterstützen die Zollstellen die zuständigen Überwachungsbehörden der Länder bei deren Kontrollen, beispielsweise bei der Überwachung der Einfuhr von Lebens- und Futtermitteln aus Japan.

Ergeben die Kontrollen des Zolls eine mögliche Kontamination der Waren, wird unverzüglich die örtlich zuständige Landesbehörde eingeschaltet, die erforderlichenfalls weitere Anordnungen trifft. Dies war bisher jedoch noch nicht erforderlich.

Weitere Informationen zur Situation erhalten Sie auf folgenden Internetseiten:

Zur Lebensmittelsicherheit

Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Allgemeine Auskünfte zum Strahlenschutz
Bundesamt für Strahlenschutz

(Quelle: Zoll.de)