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Die Situation in Japan

Die Situation in Japan

Tokio (16.03.2011) - Aufgrund der Ereignisse seit dem 11. März bleibt die Lage für die Bevölkerung - und auch für die Mitarbeiter deutscher Firmen und der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) - psychisch wie physisch äußerst angespannt.

Deutsche Unternehmen in Japan

 
Seit dem Erdbeben sammelt die AHK Japan intensiv Informationen über die Situation der deutschen Unternehmen in Japan. Das AHK Büro steht bislang mit mehr als 40 Unternehmen im direkten, z.T. ständigen Kontakt.
 
Die Reaktionen der Unternehmen auf die Situation sind sehr unterschiedlich. Die Maßnahmen reichen von 'business as usual' über eine vorübergehende Betriebseinstellung bis zur vorübergehenden Auslagerung von Mitarbeitern ins Ausland. Anders sieht die Situation natürlich im Bereich der AKWs aus.
 
Viele deutsche Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern frei, Tokyo zu verlassen. Dabei wird nach Möglichkeit versucht, sie an anderen Standorten außerhalb Tokyos einzusetzen. Familienangehörige sind in vielen Fällen ins Ausland gereist. Japanische Mitarbeiter tendieren schon aufgrund ihrer familiären Bindung dazu, die Situation zu beobachten und keine Verlagerung in Erwägung zu ziehen.
 
Unternehmensmitarbeitern in Deutschland wird geraten, außer in dringenden Ausnahmefällen von Reisen nach Japan abzusehen. Die neuesten Informationen entnehmen Sie bitte der Homepage http://japan.ahk.de

 

AHK Japan

 
In Folge des Erdbebens vom 11. März und aufgrund der aktuellen Entwicklungen bleibt das AHK-Büro bis auf weiteres für Publikumsverkehr geschlossen.
 
Sie erreichen die AHK Japan nach wie vor jederzeit per E-mail sowie in dringenden Fällen unter diesen Kontaktnummern: 
 
Herr Schürmann: +81 80 1132 7613
mschuermann@dihkj.or.jp

Herr Hoffmann: +81 80 1132 7601
mhoffmann@dihkj.or.jp
 
Um einen intensiven Informationsfluss zwischen deutschen Unternehmen in Japan zu gewährleisten und bei Anfragen aus Deutschland möglichst aussagefähig zu bleiben, ist die AHK Japan für jede Information über Ihr Unternehmen und seine Mitarbeiter dankbar.
 

Welche Folgen hat das Beben für die japanische Wirtschaft?
 
DIHK-Präsident Hans Heinrich Driftmann zur Berliner Zeitung: "Die Naturkatastrophe und der Störfall bei der Kernkraft sind ein schwerer Schlag für die Menschen in Japan, wir müssen jetzt zunächst vor allem versuchen zu helfen. Das Erdbeben und seine Folgen bedeuten natürlich immense Schäden in der japanischen Wirtschaft - in kaum bezifferbarer Höhe. Wenn die Produktionsunterbrechungen infolge des Bebens nicht zu lange dauern, dann bleiben die Auswirkungen auf das japanische Wirtschaftswachstum überschaubar. Ein hochtechnologisch aufgestelltes Land wie Japan wird in der Lage sein, den Schock zumindest wirtschaftlich wieder schnell zu verdauen. Hier ist allerdings privates Engagement gefragt, denn der staatliche Sektor Japans ist bereits hochverschuldet."