Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Bayern und São Paulo vertiefen Zusammenarbeit im Bereich Erneuerbare Energien und Abfallwirtschaft

München (10.01.2011) - Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel und Umweltstaatssekretärin Melanie Huml haben mit dem brasilianischen Bundesstaat São Paulo eine Zusatzvereinbarung zum gemeinsamen Umweltabkommen im Bereich Erneuerbare Energien und Abfallwirtschaft unterzeichnet.

Dies wird die erfolgreiche Zusammenarbeit der Länder fortsetzen. „Bayern hat eine vorbildliche Abfallwirtschaft. Wir verwerten über 71 Prozent des Hausmülls. Es ist ein Fortschritt für die Umwelt, dass São Paulo nun den bayerischen Weg geht“, erklärt Huml. „Die Fortführung der Kooperation hat zum Ziel, den Export  bayerischer Umwelttechnologie zu fördern, sei es im Bereich der Abfalltechnik oder der erneuerbaren Energien. Weltweit sind zahlreiche bayerische Umwelt- und Abfallunternehmen Marktführer auf ihrem Gebiet. Die Abfallwirtschaftspartnerschaft zwischen Bayern und São Paulo geht damit in die Realisierungsrunde“, ergänzt Hessel.
 
Bereits seit 2004 gibt es eine enge Zusammenarbeit zwischen Umweltexperten beider Länder mit dem Ziel, in São Paulo den Ausbau erneuerbarer Energien zu stärken und ein modernes Abfallwirtschaftskonzept einzuführen. Ergebnisse dieser Kooperation des Umweltministeriums sind ein neues Abfallwirtschaftskonzept ‚Weg von der Deponierung’ in São Paulo und einer Gesetzgebung auf europäischem Niveau.
 
Bayern hat mit seinen Müllverbrennungsanlagen und der hohen Quote an stofflicher und energetischer Verwertung des Hausmülls einen Erfahrungsschatz, der in vielen Ländern gefragt ist. „Im Freistaat werden jährlich rund drei Millionen Tonnen Abfall thermisch behandelt und ersetzen dabei rund 750 000 Tonnen Heizöl. So werden mehr als 13 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente eingespart“, sagt Huml. Dies entspricht einer Minderung von rund einer Tonne CO2 pro Jahr und Einwohner. Die Technologie ‚Waste-to-Energy’ ist für die Energieversorgung der Riesenagglomeration São Paulo mit über 20 Millionen Einwohnern von besonderem Interesse. Deshalb soll nun mit dem Zusatzprotokoll verstärkt auch die bayerische Wirtschaft ins Boot geholt werden.
 
Die Staatssekretärinnen erwarten, dass „in São Paulo bald eine Müllverbrennungsanlage mit bewährter bayerischer Technik die Richtigkeit des neuen Abfallwirtschaftskonzepts demonstriert.“ Hessel und Huml gehen davon aus, dass im dynamisch wachsenden „wirtschaftlichen Herzen Südamerikas“ mit einer prognostizierten Wachstumsrate von sieben Prozent für 2010 beste Chancen für bayerische Unternehmen nicht nur aus dem Abfallbereich, sondern auch auf dem Gebiet sonstigen Umwelttechnologien bestehen.