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Niederlande: Chancen für Bau, Logistik und Gesundheitsbranche

Den Haag (26.05.2010) - Trotz der noch immer schwierigen Rahmenbedingungen sieht die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) gute Chancen für deutsche Unternehmen in den Niederlanden. Branchen wie Bau und Logistik, aber auch Medizintechnik, Nahrungsmittelverarbeitung und Erneuerbare Energien bieten Potenzial für deutsche Anbieter.

 

 
„Die niederländischen Konjunkturprogramme beginnen in diesem Jahr, Wirkung zu zeigen“, ist DNHK-Geschäftsführer Axel Gerberding überzeugt. Erstmals seit Sommer 2008 ist im vergangenen Quartal die Zahl der Arbeitslosen in den Niederlanden zurückgegangen und liegt nun bei 5,9 Prozent. Die Industrie verzeichnet wieder mehr Aufträge. In einzelnen Sektoren des Baus zeichnet sich eine Erholung ab. Auch der Einzelhandel erzielte zuletzt fast 3 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum.
 
Insgesamt wird die niederländische Wirtschaft 2010 voraussichtlich moderat um 1,5 Prozent wachsen. Der Einbruch des traditionell starken Logistikmarktes sei zum Stillstand gekommen, so die Handelskammer. Mit der Erholung des Welthandels setze auch eine Erleichterung für die Transport- und Logistikbranche ein. „Hieraus folgen nicht nur Perspektiven für deutsche Dienstleister, sondern auch für Lieferanten von Technik für Straße, Schiene und Häfen“, sagt Gerberding.
 
Während in Sparten wie dem Maschinenbau nicht vor Beginn 2011 mit einer wirklichen Erholung zu rechnen sei, legen andere Branchen bereits jetzt wieder zu. So stieg die Nachfrage im Gesundheitssektor, etwa für Medizintechnik, bereits 2009 an, was auch deutsche Lieferanten freuen dürfte. Mehr Exporte aus Deutschland in die Niederlande sind auch bei Arzneimitteln und Pharmaprodukten zu erwarten, zumal die Niederlande eine wichtige Drehscheibe für den Welthandel darstellen. Ebenso verzeichnet der Nahrungsmittelhandel gute Zahlen, und auch die Nahrungsmittelverarbeitung hat die vergangenen Monate gut überstanden und erwartet eine weiterhin steigende Nachfrage nach Produkten aus den Niederlanden.
 
Langfristige Chancen sieht die DNHK für deutsche Anbieter auf dem Gebiet erneuerbarer Energien. Die gesetzlichen Vorgaben zur Energieeffizienz in Unternehmen, aber auch die natürlichen Stärken der Niederlande bei Windkraft und Biomasse, führen in den kommenden Jahren zu erheblichen Investitionen, von denen deutsche Spezialisten profitieren können. „Die Handelskammer verzeichnet auf ihren Veranstaltungen zu Themen der erneuerbaren Energien schon jetzt ein großes Interesse deutscher Unternehmen am niederländischen Markt“, so Gerberding.
 
Das Handelsvolumen der Niederlande und Deutschlands lag 2009 bei etwa 112 Mrd. Euro. Wie die DNHK in ihrem neuen „Wirtschaftsprofil Niederlande“ verzeichnet, exportieren die Niederlande nach Deutschland vor allem Maschinen und Transportmittel, chemische Produkte und Nahrungsmittel. Umgekehrt importieren unsere Nachbarn aus Deutschland vor allem Maschinen, Chemie- und Fertiggüter. Die Handelskammer hofft darauf, dass durch das Aufleben des globalen Handels das Handelsvolumen 2010 wieder leicht ansteigt.
 
 
Info:
Niederlande
Fläche: 41.500 km2
Einwohner: 16,5 Mio.
Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2009: 569 Mrd. Euro
BIP pro Kopf: 34.788 Euro (2009)
Inflation: 1,1 Prozent (April 2010)
 
Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Dr. Lars Gutheil, Tel. 0031 (0)70 3114 157, E-Mail l.gutheil@dnhk.org