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Italien: Großes Potenzial in der bayerisch-norditalienischen Zusammenarbeit im Bereich Logistik

Triest (07.10.2010) - Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Hessel führt in Triest politische Gespräche in Begleitung einer rund 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation.

„Durch den Austausch mit Regierungsvertretern aus der Region, den Besuch der Häfen vor Ort sowie des Güterverkehrszentrums Interporto Alpe Adria und des intermodalen Terminals Triest-Fernetti stärken wir die bilateralen Kooperationen der bayerischen Logistikbranche mit den Logistikeinrichtungen vor Ort“, betont Hessel. Im Zentrum des Besuchs stehen Gespräche mit dem Vizepräsidenten der Provinz Friaul-Julisch-Venetien, Luca Ciriani, dem Verkehrsminister Riccardo Riccardi sowie der Regionalministerin für Wirtschaft und Finanzen, Sandra Savino.
 
Auf dem Programm steht auch ein intensiver Austausch über die Häfen Triest und Monfalcone. Hessel: „Insbesondere die norditalienische Hafenstadt Triest ist für Bayern von strategischer Bedeutung. Waren, die nach Asien oder Australien verschifft werden, müssen nicht erst über Rotterdam ins Mittelmeer gebracht werden, um von dort über den Suezkanal in Richtung Indien und China transportiert zu werden. Triest bietet erhebliche Einsparmöglichkeiten und somit Wettbewerbsvorteile für bayerische Waren und Dienstleistungen.“ Geplante Investitionsmaßnahmen von insgesamt rund 300 Millionen Euro sowie die angestrebte engere Zusammenarbeit mit dem benachbarten Hafen Monfalcone würden auch für die bayerische Logistikbranche interessante Geschäftsmöglichkeiten bieten. „Die Verbesserung der Bahnverbindungen zu den Südhäfen ist seit langem Ziel der bayerischen Verkehrspolitik. Das Potenzial ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft – hier müssen wir dran bleiben“, so Hessel.
 
Das bayerisch-italienische Handelsvolumen hat sich nach dem Krisenjahr 2009 wieder etwas erholt. Im ersten Halbjahr 2010 lagen die bayerischen Importe bei 4,5 Milliarden Euro (plus 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) und die bayerischen Exporte bei 5,4 Milliarden Euro (plus 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum). Damit rangiert Italien derzeit auf Platz zwei der europäischen Handelspartner Bayerns. Die bayerischen Unternehmen sind in Italien stark vertreten. Rund 4.600 bayerische, vor allem mittelständische Firmen pflegen Geschäftsbeziehungen zu Italien, fast 420 von ihnen sind vor Ort mit Niederlassungen vertreten.