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Zeil: "Exportrekord trotz weltweiter Rezession"

München (16.03.2009) - "Bayern hat 2008 den fünfzehnten Exportrekord in Folge aufgestellt. Die Ausfuhren der bayerischen Wirtschaft stiegen im vergangenen Jahr auf 155,7 Milliarden Euro.

Das ist erneut ein herausragender Beweis für die internationale Wettbewerbsfähigkeit bayerischer Unternehmen“, kommentiert Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil die vorliegenden Gesamtdaten der bayerischen Außenhandelsstatistik 2008.

Die Ausfuhren ins Ausland seien aber im vierten Quartal merklich eingebrochen. Der Rückgang im Welthandel habe zuletzt auch im bayerischen Exportgeschäft deutliche Bremsspuren hinterlassen. „Wahrscheinlich wird 2009 kein weiterer Rekord für die bayerische Exportwirtschaft erzielt werden. Bayerische Unternehmen sind mit ihrer hochtechnologischen, anspruchsvollen und kundenorientierten Produktpalette aber weltweit hervorragend aufgestellt“, so Zeil. Das mache die Betriebe im Freistaat vergleichsweise widerstandsfähig.

Der Minister warnt vor protektionistischen Tendenzen in der Krise: „Bayern braucht als Exportland einen freien Welthandel so dringend wie die Luft zum Atmen.“ Die Bayerische Staatsregierung werde die Unternehmen im Freistaat bei der Internationalisierung ihrer Geschäfte weiter nach Kräften unterstützen. Der Wirtschaftsminister verwies auf ein neues Maßnahmenpaket Außenwirtschaft mit speziellen Initiativen für Exportneueinsteiger aus dem Mittelstand, mit einer verstärkten Förderung der Internationalisierung von Dienstleistungsunternehmen sowie dem geplanten Ausbau des weltweiten Netzes an Auslandsrepräsentanzen. „Wenn der Wettbewerb um die globalen Kunden härter wird, müssen wir unseren Unternehmen helfen, noch wettbewerbsfähiger zu werden“, stellt Zeil fest.

Insgesamt seien die bayerischen Exporte im vergangenen Jahr um 1,4 Prozent gestiegen. Die Einfuhren nach Bayern legten um 4,8 Prozent auf 129,9 Milliarden Euro zu. „Vor allem die Rohstoffimporte sind mit einem Plus von 42,2 Prozent kräftig gewachsen. Ursache hierfür waren in erster Linie die hohen Energiepreise“, erklärt Zeil. Der Exportüberschuss ging gegenüber dem Vorjahr um rund 13 Prozent auf 25,8 Milliarden Euro zurück.

„Bayerische Exportschlager waren 2008 unverändert Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse. Diese Warengruppen dominieren mit einem Exportvolumen vom rund 100 Milliarden Euro und einem Anteil am Gesamtexport von knapp zwei Drittel das bayerische Auslandsgeschäft“, so Zeil. Während der Export von Fahrzeugen in der Jahresbilanz um 3,8 Prozent zurückging, legte der Absatz von Maschinen und elektro-technischen Erzeugnissen um 4,0 bzw. 4,7 Prozent zu.

Zeil: „Das Exportgeschäft bot 2008 ein differenziertes Bild. Bei insgesamt steigendem Volumen gingen die Ausfuhren vor allem in die Länder mit geplatzter Immobilienblase deutlich zurück.“ Neben den USA (- 8,9 Prozent) sind davon vor allem die Verkäufe nach Spanien (- 13,4 Prozent) und Großbritannien (- 9,1 Prozent) betroffen. Auch die Ausfuhren nach Italien sanken um 3,1 Prozent. Obwohl andere wichtige Abnehmerländer aus der EU wie Österreich (+ 4,6 Prozent), Frankreich (+ 1,2 Prozent) oder die Niederlande (+ 2,6 Prozent) erneut mehr Waren aus Bayern bezogen, gingen die Ausfuhren in die Europäische Union insgesamt um 0,5 Prozent leicht zurück. Da der Handel mit den Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa vielfach deutlich an Schwung gewonnen hatte, legte das Europageschäft insgesamt mit einem Plus von 0,8 Prozent etwas zu. Besonders stark sind die bayerischen Lieferungen nach Litauen (+ 20,7 Prozent), Rumänien (+ 19,1 Prozent) und Estland (+ 13,5 Prozent) g!
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Noch kräftiger konnten die bayerischen Exporte in die BRIC-Staaten zulegen: Brasilien + 24,8 Prozent; Russland + 17,4 Prozent; China + 19,6 Prozent; Indien + 22,0 Prozent. Auch die Ausfuhren in die OPEC-Staaten und nach Lateinamerika haben sich mit einem Plus von 22,7 bzw. 15,7 Prozent ausgesprochen erfreulich entwickelt.