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Polen interessant für bayerische Unternehmen

Warschau (26.11.2009) - Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil ist mit einer rund vierzigköpfigen Delegation aus Unternehmens-, Verbands- und Pressevertretern nach Warschau, Lodz und Krakau aufgebrochen.

 „Polen ist wahrscheinlich das einzige EU-Land, dessen Wirtschaft auch im Krisenjahr 2009 wächst. Es bietet deshalb gerade jetzt als Insel in der Rezession für bayerische Unternehmen vielfältige Chancen. Mit meinem Besuch unterstütze ich bayerische Unternehmen dabei, neue Märkte in Polen zu erschließen und die bayerisch-polnische Zusammenarbeit weiter vertiefen“, so Zeil.

In Warschau sprach Zeil mit Polens Vizepremier- und Wirtschaftsminister Waldemar Pawlak. In Lodz und Krakau trifft Bayerns Wirtschaftsminister die höchsten politischen Vertreter der Regionalregierungen. Die bayerischen Unternehmer der Wirtschaftsdelegation können sich bei firmenindividuellen Kooperationsbörsen und branchenbezogenen Round-Table-Gesprächen mit polnischen Firmen austauschen. Zeil: „Lodz und Krakau sind sehr attraktive Standorte für bayerische Firmen. Mit Krakau pflegen wir schon seit Jahren gute Kontakte. Uns verbinden viele Gemeinsamkeiten. In Polen wird die Region auch oft als ‚zweites Bayern’ bezeichnet. Lodz gilt derzeit als eine der polnischen Boomregionen. Ich freue mich, diese Aufbruchstimmung vor Ort erleben zu können.“

Interessante Wachstumsfelder für bayerische Unternehmen in Polen bieten vor allem die Bereiche Umwelt und Energie, Medizintechnik sowie Infrastruktur und Bau, insbesondere für die Fußballeuropameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine. Daher ist die Reise besonders auf diese Branchen ausgerichtet.

Polen ist nach Österreich, Tschechien und Russland Bayerns viertwichtigster Handelspartner in Mittel und Osteuropa. Knapp 2 600 bayerische Firmen unterhalten derzeit Geschäftsbeziehungen nach Polen. Seit dem EU-Beitritt Polens im Jahr 2004 hat sich das bayerisch-polnische Handelsvo-lumen fast verdoppelt. 2008 betrug es 7,5 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2009 brachen die Im- und Exporte zwar um rund 20 Prozent ein. Derzeit mehren sich jedoch die Anzeichen, dass die Talsohle durchschritten ist.