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Internationale Schiedsgerichtsbarkeit immer wichtiger für deutsche Unternehmen

Berlin (28.04.2009) - Neuer Rekord für ICC-Schiedsgerichtsbarkeit: 2008 war für den Internationalen Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC) ein Rekordjahr.

Insgesamt wurden 663 neue Schiedsverfahren eingeleitet. Damit gelang es, erstmals seit der Gründung des Schiedsgerichtshofes 1923 die 600er-Marke zu knacken.

Ingesamt nahm die Zahl der eingeleiteten Verfahren um rund 11 Prozent zu, so der vorläufige Bericht des Internationalen Schiedsgerichtshof der Internationalen Handelskammer (ICC). Die neuen Schiedsfälle betrafen 1.758 Parteien aus 120 Ländern. In fast 60 Prozent der Fälle betrug der Streitwert mehr als eine Million US-Dollar. Die Schiedsorte lagen in 50 Ländern, die ernannten Schiedsrichter kamen aus 74 Ländern. Parallel wurden 407 Fälle mit Schiedssprüchen abgeschlossen.

Deutsche Unternehmen bedienen sich häufig der ICC-Schiedsgerichtsbarkeit.
Damit nehmen sie international einen Spitzenrang ein. Allein in 138 Fällen
waren deutsche Parteien an den neuen Verfahren beteiligt. Auch der Schiedsort Deutschland wird zunehmend beliebter. In 40 Verfahren hatten sich die Parteien für Deutschland entschieden. Ebenso sind deutsche Juristen gefragte Schiedsrichter, so übernahmen 138 schiedsrichterliche Funktionen.

Vor diesem Hintergrund wurde das Sekretariat, das als Schaltstelle zwischen den Parteien, Schiedsrichtern und dem Gerichtshof agiert, um zwei Abteilungen aufgestockt. Ein Team ist nach der Eröffnung der Dependance in Hongkong im November 2008 dort angesiedelt, um den asiatischen Raum besser bedienen zu können. Zudem hat die ICC aufgrund der hohen Nachfrage von Unternehmen und Kanzleien im vergangenen Jahr ein Hearing Centre - in fußläufiger Entfernung zur ICC-Zentrale - eingerichtet. Es steht insbesondere für institutionelle und Ad-hoc-Schiedsgerichtsverhandlungen sowie für ADR (Amicable Dispute Resolution) Verfahren zur Verfügung. Das historische
Gebäude mit stilvollem Ambiente wurde umfassend restauriert und dabei den
technischen Anforderungen modernster Tagungszentren angepasst.

Ausführliche Statistiken werden in der Juni/Juli-Ausgabe des ICC International Court of Arbitration Bulletin veröffentlicht. Weitere Informationen zur Schiedsgerichtsbarkeit:

Katrin Reiser, Pressesprecherin, ICC Deutschland e.V., Internationale Handelskammer, Wilhelmstr. 43G - 10117 Berlin, Tel: +49 - (0)30 - 200 7363 - 20, Fax: +49 -(0)30 - 200 7363 - 69, katrin.reiser@icc-deutschland.de
www.icc-deutschland.de