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Hessel: "Potentiale für bayerische Unternehmen in der Ukraine ausloten"

Kiew/Lviv (14.04.2009) - Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin Katja Hessel reist heute mit einer fünfzehnköpfigen Wirtschaftsdelegation aus verschiedenen Branchen für vier Tage nach Kiew und Lviv (Lemberg).

„Die Ukraine bietet für bayerische Unternehmen aufgrund der Marktgröße und der geographisch günstigen Lage an der Grenze zur EU vielfältige Chancen. Vor allem die Fußball-Europameisterschaft im Jahr 2012 in Polen und der Ukraine eröffnet der bayerischen Wirtschaft interessante Perspektiven“, so Hessel. Während ihres Besuchs in der ukrainischen Hauptstadt wird die Staatssekretärin zu Gesprächen mit der stellvertretenden Wirtschaftsministerin Natalia Bojzun und weiteren hochrangingen Regierungsvertretern zusammentreffen. In der westukrainischen Stadt Lviv (Lemberg) spricht sie mit dem Gouverneur des Gebiets Lviv, Mykola Kmit. Für die Wirtschaftsdelegation sind in Kiew und Lviv Kooperationsbörsen mit ukrainischen Unternehmen geplant.

Im Mittelpunkt der politischen Gespräche stehen der Ausbau der bayerisch-ukrainischen Wirtschaftsbeziehungen, die aktuelle wirtschaftliche Lage in der Ukraine und die Vermeidung protektionistischer Tendenzen im Welthandel. Hessel: „Es ist mir ein großes Anliegen, die Beziehungen zur Ukraine gerade auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu pflegen. Die Ukraine hat großes wirtschaftliches Potential, das sie noch nicht voll ausgeschöpft hat. Die bayerischen Unternehmen können hier einen wertvollen Beitrag leisten. Ich werde mich deshalb auch für eine weitere Verbesserung der Standortbedingungen für bayerische Unternehmen einsetzen.“

Die Ukraine ist nach Russland, Kasachstan und Aserbaidschan der wichtigste Handelspartner Bayerns unter den GUS-Staaten und den Nicht -EU-Ländern in Südost- und Osteuropa. Über 800 bayerische Firmen unterhalten Geschäftsbeziehungen in die Ukraine. In den letzten fünf Jahren hat das bilaterale Handelsvolumen um knapp 70 Prozent zugenommen. 2008 stieg es um 4,4 Prozent auf 910,9 Millionen Euro, wobei der bayerische Exportanteil mit einem Zuwachs von 6,4 Prozent auf 717,3 Millionen Euro deutlich überwiegt.