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Aufgepasst bei Mitarbeiterentsendung nach Österreich

Deutsche Handwerksbetriebe sollten sich unbedingt vor einem Bauauftrag in Österreich darüber informieren, ob sie im Entsendefall über die SOKA-Bau von der Beitragspflicht zur österreichischen Urlaubskasse befreit werden können.

Die Urlaubsregelungen des österreichischen Bauarbeiter Urlaubs- und Abfertigungsgesetzes (BUAG) gelten grundsätzlich für sämtliche Arbeitnehmer, die in Österreich in der Bauwirtschaft tätig sind. Damit verbunden ist eine Beitragspflicht bei der zuständigen österreichischen Bauarbeiter-Urlaubs- & Abfertigungskasse (BUAK) auch für Arbeitgeber mit Unternehmenssitz im Ausland, die Arbeitnehmer nach Österreich entsenden.

Für welche Arbeitnehmer die BUAG-Entsendebestimmungen zutreffen und somit eine Beitragspflicht für den deutschen Arbeitgeber auslösen, richtet sich nach der Art der Tätigkeit und ist im Abschnitt I des BUAG (www.buak.at >eServices/Downloads > Gesetze) aufgeführt. Da hier schwierige Abgrenzungsfragen entstehen können, ist es sinnvoll sich bei Unklarheiten direkt an die Soka-Bau oder an die BUAK zu wenden:

Bauarbeiter-Urlaubs- & Abfertigungskasse (BUAK), Kliebergasse 1A, 1050 Wien, Telefon +43 579 579 5000, Fax +43 579 579 95099
E-Mail: kundendienst@buak.at, Internet: www.buak.at

Aufgrund einer Rahmenvereinbarung zwischen der deutschen SOKA-Bau und der österreichischen BUAK besteht jedoch die Möglichkeit der Freistellung von der Beitragspflicht. Sofern für die Mitarbeiter/innen in Deutschland Pflichtbeiträge zur SOKA-Bau abgeführt werden, kann der deutsche Betrieb von der Beitragspflicht in Österreich freigestellt werden. Nähere Informationen hierzu können über die zuständige SOKA-Bau oder über die BUAK in Österreich erfragt werden.

Grundlage für die Beitragsbemessung durch die BUAK ist die Meldung über die Entsendung von Arbeitnehmer/innen beim österreichischen Bundesministerium für Finanzen ( sog. „KIAB-Meldung“). Deshalb ist besonders wichtig bei der KIAB nur die tatsächliche Anzahl der entsandten Mitarbeiter/innen und deren
Beschäftigungsdauer anzugeben.

(Quelle: HWK München)