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Tschechien: Firmen führen EURO ein

Prag (28. 07.2008) - Während Politiker sich auf den Termin der EURO-Umstellung nicht einigen können, haben große Firmen sich von der Krone bereits verabschiedet. Vor allem Automobilwerke zahlen ihre Zulieferer schon jetzt in Euro.

 

Der größte Autoproduzent Škoda bestätigt, dass bald mit allen heimischen Lieferanten ausschliesslich in Euro gehandelt wird. Der Chefökonom der Firma erklärt, im ersten Quartal dieses Jahres wegen des Wertanstiegs der Krone eine Milliarde Kronen verloren zu haben. Sollte dieses Trend weitergehen, wird der Gewinn dieses Jahres um 3.5 Milliarden Kronen niedriger.

Mit der Einführung des Euro im Gegengeschäft möchten Firmen die rasanten Aufwertung der Krone ausgleichen. Wenn auch mehr Produkte verkauft werden und die Umsätze in Euro steigen, durch die Verrechnung von Lohn- und Lohnnebenkosten und die Vergütung von Steuern in Kronen ist der Vorteil wieder verloren.

Kleinere Firmen, die weniger Erfahrung mit Euro-Geschäften haben, können ihren Kampf gegen die immer stärkeren Krone ganz verlieren.

Offizieller Wechselkurses der Tschechischen Nationalbank im Vergleich:

30.6.2007…………. 28,715 Kronen/1 Euro

30.6.2008…………. 23,895 Kronen/1 Euro.

(Quelle: Wirtschaftszeitung Prag, Bayern Handwerk International GmbH)