Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Trotz Weltwirtschaftsflaute: Bayerns Exportwirtschaft Top!

München (15.09.2008) - Produkte Made in Bavaria bleiben weiter gefragt: Die Ausfuhren sind im 1. Halbjahr 2008 erneut um 5,5 Prozent gewachsen.

„Die bayerische Exportwirtschaft hat sich auch in dem schwieriger gewordenen internationalen Umfeld erfolgreich behauptet. Unsere Unternehmen haben die Belastungen durch den starken Euro, den hohen Ölpreis und die Folgen der Finanzmarktkrise bislang gut verkraftet. Wir sind trotz der abflauenden Weltkonjunktur auf dem besten Weg zum 15. Exportrekord in Folge. Unsere Strategie, gerade den Mittelstand auf die globalen Märkte zu begleiten, zahlt sich weiter aus“, sagt Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller zu den vorliegenden bayerischen Außenhandelszahlen für das erste Halbjahr 2008 (= siehe Anhang!)!

Die bayerischen Exporte sind in den ersten sechs Monaten dieses Jahres gegenüber 2007 um 5,5 Prozent auf 80,1 Milliarden Euro gestiegen. Die Exportquote der Industrie belief sich auf 49,7 Prozent. Müller: „Das heißt, jeder zweite Arbeitsplatz hängt dort inzwischen vom Auslandsgeschäft ab.“ Die Einfuhren nahmen im gleichen Zeitraum um 7,1 Prozent auf 64,5 Milliarden Euro zu. Dabei stiegen vor allem die Rohstoffeinfuhren, getrieben von starken Preissteigerungen, kräftig um 43,6 % an. Der Exportüberschuss erreichte 15,6 Milliarden Euro.

Bei insgesamt steigendem Exportvolumen ist das Bild im ersten Halbjahr jedoch differenzierter geworden. So gingen die Lieferungen in die USA um fast 5 Prozent auf unter 8 Milliarden Euro zurück. Hierin kamen sowohl die Eurostärke als auch die labilere US-Konjunktur zum Ausdruck. Auch die Ausfuhren in einige europäische Länder sanken: Italien - 1,3 Prozent; Spanien - 3,3 Prozent; Belgien 2,2 %. „Da wichtige Abnehmerländer wie Österreich (+3,6 %), die Niederlande (+3,6 %) und Frankreich (+3,3 %) im gleichen Zeitraum mehr Waren aus Bayern bezogen, hat der Export in die Länder der Eurozone mit einem Zuwachs von 1,6 Prozent dennoch per saldo moderat zugelegt“, so die Ministerin. Österreich festigte damit Platz 2 unter den weltweit wichtigsten Abnehmerländern nach den USA und vor Italien.

Müller: „Die recht verhaltene Entwicklung innerhalb der Euro-Zone wurde durch einen anhaltend dynamischen Handel mit den aufstrebenden Volkswirtschaften in Mittel- und Osteuropa aufgefangen.“ Besonders stark stiegen die bayerischen Lieferungen in die Tschechische Republik (+ 12,2 Pro-zent), nach Polen (+ 17,8 Prozent) und nach Russland (+ 29,7 Prozent). Noch stärker konnten die bayerischen Exporte in das boomende China zulegen (+ 30,2 Prozent). Auch die Ausfuhren in die OPEC-Staaten und nach Lateinamerika haben sich mit einem Plus von 16,5 bzw. 20,4 Prozent sehr expansiv entwickelt.

Bayerische Exportschlager blieben Fahrzeuge und Maschinen, deren Ausfuhren um 3,3 Prozent bzw. um 7,8 Prozent wuchsen. Die Exporte von elektrotechnischen Erzeugnissen legten um 5,1 Prozent, die der chemischen Erzeugnisse um 6,9 Prozent zu. Allein diese vier Gütergruppen erreichten einen Exportwert von 58 Milliarden Euro, d. h. knapp drei Viertel der bayerischen Gesamtausfuhren. Spitzenreiter beim Wachstum war die Ernährungswirtschaft. Sie konnte ihre Ausfuhren um über 20 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr steigern.