So war´s: Lateinamerika-Tag 2008

München (05.11.2008) - Wie man in Kolumbien als Unternehmer Fuß fasst und welche Rolle Lateinamerika im globalen Energiemarkt spielt, haben die Teilnehmer des diesjährigen Lateinamerika-Tags erfahren.
  • Schwerpunkte: „Wirtschaftstag Kolumbien“ und „Energie in Lateinamerika“. Für die bayerische Wirtschaft ist Lateinamerika bereits aktuell ein wichtiger Partner. Mit über 570 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von rund 3.300 Milliarden US-Dollar zählt der Subkontinent zu den weltweit bedeutenden Wirtschaftsräumen. Zahlreiche Unternehmen, darunter auch viele mittelständische Firmen aus Bayern, haben in Lateinamerika Niederlassungen und Vertretungen vor Ort. Die Wachstumsraten im der Volkswirtschaften Lateinamerikas liegen im Bereich über 5% des BIP. Im Jahr 2007 betrug das Exportvolumen Bayerns nach Lateinamerika rund 3 Milliarden Euro – Tendenz steigend. Die Rahmenbedingungen sind gut und auch die Auswirkungen der Finanzkrise dürften nach Einschätzung der Referenten die krisenerprobten Lateinamerikaner weniger hart treffen als andere Schwellenländer.
  • Für den neuen bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil war es der erste öffentliche Auftritt im Amt. Zeil betonte das große Potenzial, das Lateinamerika im Bereich erneuerbare Energien bietet. Angesichts steigender Energiepreise und des CO2-Ausstoßes ist das Thema Energie aktueller denn je. Allerdings ist Lateinamerika auch bedeutender Lieferant klassischer Energieträger. Wie diese Ressourcen effizient und umweltverträglich genutzt werden können, zeigten die Beiträge der in Lateinamerika tätigen deutschen und einheimischen Energieunternehmen auf. Deutschland kann hier Vorreiter und Partner für die lateinamerikanischen Länder bei der Entwicklung von innovativen Lösungen sein.
  • Ehrengast beim Lateinamerika-Tag 2008 war Patrick Manning, Premierminister von Trinidad und Tobago. Er eröffnete die Energie-Konferenz am und beeindruckte als Festredner beim Galadiner mit einem Bericht über die positiven wirtschaftlichen Entwicklungen und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg in seinem Land. Seit 2003 verzeichnet Trinidad und Tobago ein durchschnittliches Wachstum von über 9 Prozent. Das Land zieht gemessen an seiner Größe den höchsten Anteil deutscher Direktinvestitionen in der Region auf sich. Für 2008 wird ein Wachstum von 5,5 Prozent erwartet.
  • Die Veranstaltung wurde vom Hamburger Lateinamerika Verein e.V., der sich für die Stärkung der deutsch-lateinamerikanischen Beziehungen einsetzt, organisiert und fand im HVB Forum der HypoVereinsbank AG in München statt. Nach Angaben des Veranstalters kamen zum Wirtschaftstag Kolumbien, der Konferenz Energie in Lateinamerika und dem abschließenden Galadiner insgesamt rund 450 Teilnehmer.