Siebte Runde für eine Leuchtturmveranstaltung: Das Asien-Pazifik-Forum Bayern 2008

Nürnberg (17.07.2008) - Unter dem Motto "Bayern trifft Asien in Nürnberg - kompakt, geballt, kompetent" fand heute zum siebten Mal das Asien-Pazifik-Forum Bayern in Nürnberg statt.
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  • Die stärkere Nutzung von Absatzchancen in Asien-Pazifik durch bayerische kleine und mittelständische Betriebe hat heute Wirtschaftsstaatssekretär Markus Sackmann gefordert. Zur Eröffnung des siebten Asien-Pazifik-Forums in Nürnberg sagte Sackmann heute vor 380 Teilnehmern, die Region Asien-Pazifik und ganz besonders der aufstrebende Markt Indien sind attraktive Standorte für bayerische Unternehmen.“ Bereits heute sei die Region Asien-Pazifik nach der Europäischen Union und den USA der drittwichtigste Exportmarkt Bayerns.“ Die Ausfuhren der bayerischen Unternehmen in diese Region hätten im Vorjahr um 6,6 Prozent auf 15,7 Mrd. Euro zugelegt. Nach Angaben Sackmanns sind 30 Prozent der bayerischen mittelständischen Betriebe im Exportgeschäft tätig. Trotzdem sollten mehr Mittelständler für das Exportgeschäft im asiatisch-pazifischen Raum motiviert werden. „Natürlich gibt es Risiken wie etwa die steigenden Energie- und Rohstoffpreise und der Höhenflug des Euro“, so Sackmann. Die internationalen Märkte böten aber nach wie vor gute Absatzmöglichkeiten, die Marke „Made in Bavaria“ stehe hoch im Kurs. Um Unternehmen zum Gang auf ausländische Märkte zu motivieren, gebe es Förderinstrumente wie das Projekt „Go International, das Messebeteiligungsprogramm von Bayern International, Delegationsreisen des Ministeriums oder die Markterschließungsprojekte des Außenwirtschaftszentrums Bayern Nürnberg.
  • Tipps von einer, die es wissen muss: Sabine Herold
    Tipps von einer, die es wissen muss: Sabine Herold
    Dass Delegations- und Unternehmerreisen Türöffner für neue Absatzmärkte sein können, bestätigte Sabine Herold, Repräsentantin des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) und Geschäftsführende Gesellschafterin der DELO Industrie-Klebstoffe GmbH Windach. Partnerschaft, Innovation und Nachhaltigkeit seien die drei Säulen für einen erfolgreichen Gang auf neue Märkte, sagte die Diplom-Ingenieurin. Als Chefin eines mittelständischen Unternehmens kennt sie die Risiken und Mühen, aber auch die Erfolge, die Auslandsgeschäfte mit sich bringen. „Wichtig ist, dass die Kommunikation unter den Geschäftspartnern auf gleicher Augenhöhe stattfindet“, so Herolds Tipp. Sie fordert den Abbau von Marktzugangshemmnissen: „Leider sind die Rahmenbedingungen nicht einfach, es gibt es immer noch einen Flickenteppich von bilateralen Welthandelsabkommen. Die USA und Japan überholten dabei die Europäische Union bei weitem und böten leichtere Zugangsmöglichkeiten. Wichtig für Markterschließungen seien die genauen Branchenkenntnisse im jeweiligen Zielland. „Wir konzentrieren uns auf die starken Branchen des Landes und bieten unseren Kunden neue Produkte an, damit dieser Neues produzieren kann.“ Bei Innovationen sei immer „ein Quäntchen Vorsicht“ geboten, so Herold. „Verschleiern!“, lautet ihre Devise beim Thema Schutz des geistigen Eigentums. Das A und O sei generell - trotz möglichem Konkurrenzverhältnisses - der Austausch und das Miteinander mit anderen Unternehmern, die bereits Erfahrungen im Ausland gemacht haben. Weiterer Eckpfeiler ist das Thema Nachhaltigkeit, sagte Herold. „Die Schwellenländer im asiatischen Raum brauchen unsere Technik.“ Dort bestehe ein hoher Investitionsbedarf. „Deutschland ist Spitze im Bereich Erneuerbare Energien und muss sein Know-How weiterhin verstärkt anbieten“.
  • Herausforderungen für Asien-Pazifik und für bayerische Unternehmer
    Herausforderungen für Asien-Pazifik und für bayerische Unternehmer
    Auf drei große Herausforderungen des asiatisch-pazifischen Raumes hat Professor Klaus Wübbenhorst, Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken, hingewiesen: „Der Energieverbrauch in der Region Asien-Pazifik nimmt dramatisch zu und damit auch die Emission von Treibhausgasen mit katastrophalen Folgen für das Klima! Zweitens wachsen die Städte Asiens schneller als ihre Infrastruktur das verkraften kann und drittens tickt die demografische Zeitbombe noch heftiger als bei uns, vor allem in Japan und China, “ so der IHK-Präsident zum Auftakt der Veranstaltung. Diese Aufgaben könnten nur gemeinsam im internationalen Kontext gelöst werden, und zwar mit dem exzellenten Know-How und Spitzentechnologie auch aus Bayern! „Wir müssen die Märkte in Asien erkennen und besser aufstellen, um die Marktchancen zu nutzen!“, lautet seine Forderung.
  • Herausforderungen für Asien-Pazifik und für bayerische Unternehmer
    Das Asien-Pazifik-Forum Bayern steht unter dem Motto „Bayern trifft Asien in Nürnberg“ wurde erstmals 2002 veranstaltet und wird vom Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) und der IHK Nürnberg für Mittelfranken organisiert. Es gilt als einer größten Veranstaltung dieser Art in Deutschland. Schwerpunktland in diesem Jahr war Indien. Neben länderspezifischen Vorträgen von Vertretern der Auslandshandelskammern und Erfahrungsberichten von Unternehmern gab es für die Teilnehmer Einzelgespräche mit Wirtschaftsexperten sowie die Präsentation verschiedener Dienstleister und Unternehmer im Messezentrum.