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Müller: "Erstmals 150 Mrd. Euro-Schallmauer durchbrochen"

München (31.03.2008) - "Bayerns Ausfuhren haben 2007 ihren Höhenflug fortgesetzt.

Mit knapp 154 Milliarden Euro durchbrach die bayerische Exportwirtschaft erstmals die 150 Mrd. Euro-Schallmauer und stellte zum vierzehnten Mal in Folge einen neuen Ausfuhrrekord auf. Die Exportquote der bayerischen Industrie hat mit 49,6 Prozent einen neuen Höchstwert erreicht. Bereits jeder zweite Euro wird im Auslandsgeschäft verdient. ''Made in Bavaria'' steht rund um den Globus hoch im Kurs. Unsere Wirtschaft nutzt bis weit in den Mittelstand hinein ihre Chancen auf den Weltmärkten', kommentierte Bayerns Wirtschaftsministerin Emilia Müller die nunmehr vorliegenden Gesamtdaten der bayerischen Außenhandelsstatistik für 2007.

Die Außenhandelszahlen Bayerns für 2007 finden Sie rechts im Anhang.

Ministerin Müller zeigte sich zuversichtlich, dass die robuste bayerische Exportwirtschaft auch bei einer Rezession in den USA und anhaltender Dollarschwäche nicht aus der Erfolgsspur gerät. Müller: 'Die Bäume im Auslandsgeschäft werden in diesem Jahr zwar nicht mehr so stark in den Himmel wachsen wie 2007. Aber unsere Unternehmen sind mit ihrer technologisch anspruchsvollen Güterpalette weltweit hervorragend aufgestellt. Wir können deshalb in diesem Jahr den 15. Exportrekord in Folge schaffen.'

2007 haben Bayerns Exporte gegenüber dem Vorjahr um 8,7 Prozent auf 153,6 Milliarden Euro zugelegt. Die Einfuhren nach Bayern sind um 6,9 Prozent auf 124 Milliarden Euro gestiegen. Damit erhöhte sich der Ausfuhrüberschuss im letzten Jahr um 4,2 Milliarden Euro auf den neuen Höchststand von 29,7 Milliarden Euro.

Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte blieben auch 2007 die USA. Die Ausfuhren dorthin nahmen jedoch um 3 Prozent auf 16,4 Milliarden Euro ab. Ihr Anteil am Gesamtexport ging von 11,9 auf 10,6 Prozent zurück. In diesem Rückgang schlagen sich bereits der starke Euro und die schwächelnde US-Konjunktur nieder.

Erfreulich dynamisch haben sich hingegen mit einem Anstieg von 8,2 Prozent die Ausfuhren in die Euro-Zone entwickelt. Die Partner der Währungsunion haben Waren im Umfang von 61,2 Milliarden Euro abgenommen. Ihr Anteil an den bayerischen Gesamtausfuhren beläuft sich damit auf knapp 40 Prozent.

Übertroffen wurde diese Dynamik von den Exporten in die EU-Partnerstaaten insgesamt. Sie stiegen 2007 um 10,7 Prozent auf 95,9 Milliarden Euro. Mittlerweile fließen 62,4 Prozent der bayerischen Ausfuhren in die Länder der EU-27. Unter den weltweit wichtigsten Abnehmer-ländern Bayerns rangierte Österreich auf Platz zwei mit einem Anteil am Gesamtexport von 8,5 Prozent (13,1 Milliarden Euro). Platz drei ging an Italien mit einem Exportanteil von 8,4 Prozent (12,9 Milliarden Euro). Die beiden Länder haben im Vergleich zu 2006 die Plätze getauscht.

Die Exporte in die mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer sind zwar von den Niveaus der langjährigen EU-Partner noch ein gutes Stück entfernt. Sie entwickelten sich im vergangenen Jahr mit einem Plus von 15,6 Prozent aber erneut sehr viel kräftiger als die Ausfuhren in die alten EU-Länder. Deutlich an Schwung gewonnen hat auch der Export nach Russland, der um 38,2 % auf 3,7 Milliarden Euro zunahm.

Sehr expansiv hat sich erneut der Handel mit der Volksrepublik China entwickelt. Bei einem Anstieg von 13,7 Prozent beläuft sich der Exportwert mittlerweile auf 5,6 Milliarden Euro. Dem stehen Importe von fast 10,6 Milliarden Euro gegenüber. Das Defizit hat sich damit weiter vergrößert. Die Ausfuhren nach Indien haben mit einem Plus von 7,9 Prozent ebenfalls deutlich angezogen (Warenwert: 1,1 Milliarden Euro). Eine erneute Delle gab es dagegen im Handel mit Japan. Die Exporte sind 2007 um 6,2 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zurückgegangen. Hier dürfte sich vor allem die starke Aufwertung des Euro gegenüber dem Yen negativ ausgewirkt haben.

Unter den exportierten Gütern haben auch 2007 Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse mit einem Anteil von insgesamt rund zwei Drittel (65,4 Prozent) dominiert. Rang eins verteidigten die Fahrzeuge (32,0 Prozent), deren Ausfuhr sich gegenüber dem Vorjahr um 9,3 Prozent auf 49,1 Milliarden Euro erhöhte. Mit einer Expansion um 12,9 Prozent auf 28 Milliarden Euro stehen die Maschinen nach wie vor für die zweit-wichtigste Gütergruppe des bayerischen Exports (Anteil 18,2 Prozent). Dahinter rangierten mit einem Anteil von 15,2 Prozent die elektrotechnischen Erzeugnisse, die das Vorjahresergebnis mit 23,4 Milliarden Euro um 2,2 Prozent übertrafen.