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Energie- und Umwelttechnik aus Franken für die USA

Nürnberg (18.12.2008) - Zum zehnjährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft Nürnberg - Atlanta wird eine Delegation von Stadt Nürnberg und IHK Nürnberg für Mittelfranken in die Metropole des Bundesstaates Georgia reisen.

Die IHK will dabei insbesondere die Zusammenarbeit bei Energietechnik und Umweltschutz forcierenEine Plenumsveranstaltung, die die IHK gemeinsam mit der „Metro Chamber Atlanta“ durchführt, soll dazu dienen, zukünftige Aktivitäten (z.B. Symposien und Messebeteiligungen) zu identifizieren und projektbezogen umzusetzen.

Nach Aussage von IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch könnte der Zeitpunkt der Delegationsreise angesichts des Ausgangs der US-Präsidentschaftswahl nicht besser gewählt sein. „Barack Obama ist angetreten als Weichensteller für eine neue Energiepolitik und plant, künftig 15 Mrd. US-Dollar pro Jahr in neue Energie- und Umwelttechnologien zu investieren. Dies bietet der Metropolregion vielfältige Chancen, weil unsere Unternehmen auf diesem Gebiet weltweit führend sind.“ Zudem stelle man schon seit Längerem eine hohe Aufgeschlossenheit der amerikanischen Gesprächspartner für die Themen Klimaschutz und Energieeinsparung fest.

Dass der Trend zu mehr Umweltschutz in den USA eindeutig erkennbar ist, belegt auch eine aktuelle Studie des Verlags Environmental Business International, die den US-Umweltmarkt als gigantischen Wachstumsmarkt ausweist. So erreicht dieser bereits heute ein Volumen von 282 Mrd. US-Dollar.

„Die Marktdimension ist gewaltig, derzeit eingesetzte Lösungen sind nicht immer innovativ. Es fehlen Erfahrungen mit strengen Emissionsstandards wie in Europa“, so Lötzsch. Hier könnten Firmen aus der Metropolregion Nürnberg wertvolle Beiträge leisten und etwa Messgeräte zur Feststellung der Luftverschmutzung sowie Partikelfilter liefern. Auch in den Bereichen Abwasserbehandlung und Abfallmanagement bestehen laut IHK gute Geschäftsmöglichkeiten.

USA nach wie vor wichtiger Absatzmarkt

Obwohl die Exporte in die USA im Jahr 2007 um drei Prozent auf 16,4 Mrd. Euro gesunken sind – insbesondere wegen des schwachen Dollars – blieben die Vereinigten Staaten noch mit einem Anteil von 10,6 Prozent am Gesamtexport das weltweit wichtigste Abnehmerland für Produkte bayerischer Unternehmen.

Gleiches gilt für die mittelfränkische Wirtschaft: Gemessen an den Wirtschaftskontakten (Export- und/oder Importverbindungen) gehören die Vereinigten Staaten von Amerika mit 742 Wirtschaftsverbindungen zu den Top Ten der internationalen Partner. Bei den wichtigsten Investitionsländern hiesiger Betriebe (Niederlassungen, Produktionsstätten, Joint Ventures) belegen die USA mit 318 dauerhaften Engagements schon seit Jahren Platz 1.

Dies gilt umgekehrt auch für amerikanische Investitionen in der Wirtschaftsregion Nürnberg. Mit 84 hier ansässigen Unternehmen liegen die Vereinigten Staaten mit großem Vorsprung vor der Schweiz (34) und Frankreich (33) auf Platz 1.