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2009 kein Fall ins Bodenlose für die deutschen Exporte

Berlin (07.01.2009) - Der DIHK hat bei den AHKs in den wichtigsten deutschen Handelspartner-Ländern eine Blitzumfrage durchgeführt.

Nach Einschätzung der deutschen Auslandshandelskammern (AHK) bleiben die
deutschen Exporte im nächsten Jahr mit einem Minus von ungefähr einem Prozent nur leicht unter dem Niveau von 2008. Die Exporte in die meisten Haupthandelspartner Deutschlands im EU-Raum stagnieren 2009; aus anderen wichtigen Absatzmärkten wie den USA, Japan oder Korea melden die AHKs sogar eine stark sinkende Nachfrage. Positive Impulse sind dagegen hauptsächlich von den Schwellenmärkten der BRIC-Staaten und einigen mittel- und osteuropäischen Ländern zu erwarten.

Diese können aber die Verluste für den deutschen Export nicht vollständig ausgleichen. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des DIHK bei AHKs in den wichtigsten Handelspartnerländern Deutschlands zu den Auswirkungen der Finanzkrise. Bemerkenswert ist, dass sich die negativen Auswirkungen der in den USA ausgelösten Finanzkrise hauptsächlich in einem weltweiten Rückgang der Auslandsnachfrage niederschlagen; hingegen haben sich in vielen Ländern die Finanzinstitutionen als robust erwiesen. Die Reformen des Bankensektors in Folge von Finanzkrisen in den letzten zehn Jahren in Asien, Lateinamerika oder der Türkei haben die Anfälligkeit der Kapitalmärkte verringert; gegen den Abzug von Kapital durch verunsicherte Anleger
ist jedoch keine Immunisierung möglich.

Viele Staaten versuchen, die Folgen der Finanzmarktkrise durch Konjunkturprogramme zu lindern. Am häufigsten werden Finanzierungshilfen und Bürgschaften für kleine und mittlere Unternehmen eingesetzt, es folgen Investitionen in Umwelttechnologien sowie Beihilfen für andere Sektoren. Finanzierungshilfen sollen eine Kreditklemme verhindern; durch die Bereitstellung von Mitteln für Umwelttechnologien und anderen branchenspezifische Maßnahmen werden zukunftsweisende Sektoren angekurbelt. Nach Angaben der AHKs werden zudem bereits vielfach geplante Infrastrukturmaßnahmen vorgezogen oder steuerliche Anreize gesetzt, um die Konjunktur wieder in Schwung zu bringen. Die Investitionen im Infrastrukturbereich und die Förderung von Umwelttechnologien dürften die Verluste im Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen abfedern.

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