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Zusammenwachsen der Grenzregion durch gegenseitige Sprachkenntnisse fördern

München (30. August 2006) - Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber appelliert an die Menschen im bayerisch-tschechischen Grenzgebiet, ihre gegenseitigen Sprachkenntnisse auszubauen und zu vertiefen.

'Bayern und Tschechien wachsen seit dem Fall des Eisernen Vorhangs wirtschaftlich immer enger zusammen. Besonders seit dem EU-Beitritt Tschechiens hat sich die Dynamik weiter erhöht. Um die Potenziale der wirtschaftlichen Zusammenarbeit optimal ausschöpfen zu können, sind auch entsprechende Sprachkenntnisse wichtig. Daher sollten Tschechisch- und Deutsch-Kurse im bayerisch-böhmischen Grenzraum weiter ausgebaut werden', betonte Huber. Im Rahmen des grenzübergreifenden Förderprogramms INTERREG IIIA und dem Nachfolgeprogramm Ziel 3 zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit Freistaat Bayern-Tschechische Republik 2007-2013 ist die grenzübergreifende Sprachausbildung ein möglicher Fördergegenstand. So wurde z.B. die Annäherung deutscher und tschechischer Familien im Kindergarten Fuchsbau in Schirnding durch INTERREG unterstützt.

Die Unterstützung der grenzübergreifenden Sprachausbildung ist ein Beispiel für das breit angelegte Förderspektrum bei INTERREG. Die inhaltliche Bandbreite umfasst die Bereiche Netzwerke, wirtschaftliche Zusammenarbeit, Tourismus, Freizeit und Erholung, grenzüberschreitende Infrastruktur, Umwelt, Landwirtschaft, Raumentwicklung, Qualifikation, Arbeitsmarkt, Wissenschaft, Gesundheit, Soziales und Kultur. 'Somit findet die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in verschiedensten Feldern statt und alle Bevölkerungsgruppen profitieren von der Förderung. Gleichzeitig leisten die eingesetzten Mittel einen wichtigen Beitrag zur Belebung der Wirtschaft, zur Förderung von Wachstum und zum Erhalt der Arbeitsplätze', unterstreicht Huber.

Insgesamt zieht Wirtschaftsminister Huber eine positive Bilanz für die auslaufende EU-Strukturfondsperiode 2000-2006. 'In der bayerisch-tschechischen und bayerisch-österreichischen Grenzregion konnten seit Ende 2001 rund 740 Projekte eingeplant werden. Die Projekte mit Gesamtkosten in Höhe von 256 Millionen Euro werden mit EFRE-Mitteln in Höhe von 120 Millionen Euro unterstützt. Davon entfallen etwa 240 Projekte und über 65 Millionen Euro EFRE auf die bayerischen Landkreise entlang der tschechischen Grenze und 180 Projekte bzw. knapp 26 Millionen Euro EFRE auf die bayerischen Landkreise entlang der Grenze zu Österreich. Damit konnten in den Regionen auf beiden Seiten der Grenze die ohnehin schon gute Nachbarschaft, die intensiven Kontakte und die enge Zusammenarbeit weiter ausgebaut werden', erklärte Huber.

Die INTERREG IIIA- Programme sind Nachfolger der INTERREG I+II-Programme aus den 90er Jahren. Sie sind Bestandteil des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Programme laufen bis Ende des Jahres. Für den bayerisch-tschechischen Grenzraum stehen von bayerischer Seite insgesamt 67,8 Millionen Euro zur Verfügung. Auf tschechischer Seite kommen weitere 8,6 Millionen Euro hinzu. Seit Genehmigung des Programms durch die EU Ende 2001 hat Bayern hiervon bereits etwa 65,3 Millionen Euro für Projekte zwischen Passau und Hof eingeplant. Für den bayerisch-österreichischen Grenzraum stehen von bayerischer Seite insgesamt 26,3 Millionen Euro zur Verfügung. Auf österreichischer Seite kommen weitere 21 Millionen Euro hinzu. Hier konnte Bayern bereits etwa 25,7 Millionen Euro für Projekte zwischen Passau und Lindau einplanen. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter der Adresse www.interreg.bayern.de .