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Studie: Märkte Mittel- und Osteuropas von hoher Bedeutung für Mittelständler

Frankfurt/Main (09. März 2006)

Die deutschen Mittelständler haben sich auf die zunehmende Globalisierung der Wirtschaft eingestellt und sind im  europäischen Vergleich  überdurchschnittlich stark international engagiert. Das geht aus der aktuellen Studie 'Die Globalisierung des Mittelstandes - Chancen und Risiken' der KfW  Bankengruppe und des Verbands der Vereine Creditreform hervor. Die Studie finden Sie hier zum Herunterladen.

Fast ein Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen ist demnach im Exportgeschäft aktiv, zwei Drittel der mittelständischen Exporte fließen in Länder der Europäischen Union. Als Ziel von Direktinvestitionen spielen die mittel- und osteuropäischen Länder für den  Mittelstand eine sehr viel größere Rolle als für die Gesamtwirtschaft.


Wesentliches Motiv für die Auslandsengagements ist die Erschließung  neuer Absatzmärkte. Als weitere Triebkräfte der Globalisierung identifizierten KfW Bankengruppe und Creditreform die Verlagerung der Fertigungen von Großkunden, denen der Mittelstand folgte, sowie eine aufgrund schwacher Binnennachfrage  steigende Attraktivität ausländischer Märkte.

Zentrale Ergebnisse der Untersuchung sind:

  • 24% der deutschen Mittelständler exportieren, das Auslandsgeschäft trägt im Schnitt 17% zum Gesamtumsatz aller Mittelständler bei.   
  • Die Exportquote des deutschen Mittelstandes liegt über dem Durchschnitt der 15 alten EU-Länder (12%) und übersteigt auch die entsprechenden Quoten anderer großer europäischer Volkswirtschaften.    
  • Fast die Hälfte (46%) aller mittelständischen Direktinvestitionen fließt in die alte EU in ihren Grenzen von 2004 - ähnlich hoch ist der Anteil für alle deutschen Direktinvestitionen in diesen Staaten.     
  • Eine besondere Bedeutung für die kleinen und mittleren Unternehmen haben die mittel- und osteuropäischen Beitrittsländer. 29% des Investitionsvolumens der geförderten Mittelständler flossen dorthin.    
  • Die Beitrittsländer haben zudem im Zeitverlauf für den Mittelstand an Bedeutung gewonnen. So gingen zwischen 1986 und 1995 22% des Investitionsvolumens der von der KfW geförderten  Mittelständler nach Mittel- und Osteuropa, im Zeitraum von 2001 bis heute sind es 29%.     
  • Neben Mittel- und Osteuropa haben weiter entfernte Regionen wie Asien und Amerika als  Ziel mittelständischer Direktinvestitionen an Bedeutung gewonnen.     
  • Das Outsourcing von Teilen der Produktion an kostengünstige Standorte spielt auch im Mittelstand eine wichtige Rolle. 65% der Unternehmen importieren Güter, die im Ausland hergestellt wurden, um diese dann in ihren Produktionsprozess in Deutschland einfließen  zu lassen.