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Oberfränkische Unternehmen stärker als erwartet in Tschechien tätig

Bayreuth (05. September 2006) - Eine aktuelle Studie im Auftrag von HWK und IHKs belegt, dass die kleinen und mittleren Unternehmen in den bayerischen Grenzregionen zu Tschechien

die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bereits stärker als vielfach vermutet nutzen.

bereits stärker als vielfach vermutet nutzen. So geht von den 545 befragten kleinen und mittleren Unternehmen aus Oberfranken, der Oberpfalz und aus Niederbayern rund die Hälfte davon aus, dass sich mit der Osterweiterung neue Chancen für das eigene Unternehmen ergeben. Rund ein Viertel dieser oberfränkischen und ostbayerischen KMU ist bereits grenzüberschreitend aktiv und nutzt demzufolge die Standortnähe zu den Märkten in den neuen EU-Mitgliedstaaten. Hauptmotiv für das Auslandsengagement dieser Unternehmen ist dabei mit großem Abstand die Erschließung neuer Absatzmärkte und damit verbunden auch die Standortsicherung in Bayern.

Zentrales Ziel der Studie unter dem Titel 'Grenzüberschreitende Unternehmensaktivitäten in den Grenzregionen Bayerns und der Tschechischen Republik - Status quo - Potenziale - Barrieren', die jetzt von den oberfränkischen Kammern veröffentlicht wurde, war es, Erfolgsfaktoren und Hemmnisse beim Aufbau grenzüberschreitender Geschäftsbeziehungen zu ermitteln. Erstellt wurde die Studie von der RRV-Gesellschaft für Raumanalysen, Regionalpolitik und Verwaltungspraxis an der Universität Bayreuth unter der Leitung von Prof. Jörg Maier.

Zentrale Erfolgsfaktoren für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind demzufolge, wie das Unternehmen am heimischen Standort aufgestellt ist, dass das Engagement finanziell abgesichert ist und ein guter Partner gefunden wird. Wichtig ist hierfür die Bereitschaft, sich den Gegebenheiten des neuen Marktes anzupassen. Besonders unterstützungswürdig erscheinen jene KMU, die den osteuropäischen Markt mit hochwertigen Produkten und Dienstleistungen als Absatzmarkt erschließen und von ihrem Know-how-Vorsprung im eigenen Leistungsbereich profitieren.

Es hat sich weiterhin gezeigt, dass aus Sicht der Unternehmen eine individuelle Beratung und Betreuung im Aufbau der Geschäftsbeziehung als besonders hilfreich und damit als Erfolgsfaktor bewertet wird.

Im Gegenzug darf aber nicht übersehen werden, dass rund Dreiviertel der Unternehmen bisher noch keine Anpassungsstrategien entwickelt haben, um den im Grenzraum gegebenen erhöhten Wettbewerbs- und Preisdruck abzufangen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass langfristig die Notwendigkeit besteht, diese Unternehmen weiterhin auf die Chancen in den neuen Märkten aufmerksam zu machen und bei der Markterschließung intensiv durch die Kammern zu begleiten und zu beraten. Im Vordergrund sollte dabei die Bereitstellung branchenspezifischer Marktinformationen, die Suche nach geeigneten Kooperationspartnern und die individuelle Beratung und Betreuung der Firmen beim Aufbau ihres Engagements in Osteuropa stehen.

Die zentralen Ergebnisse der Studie machen deutlich, dass über das Ertüchtigungsprogramm Ostbayern eine effektive Unterstützung der Unternehmen in den Grenzregionen ermöglicht wird. Zugleich empfiehlt die Studie aber auch, diese Initiative fortzusetzen, um die Nachhaltigkeit dieser Strategie zu gewährleisten. Bei seinem Gespräch mit den Kammern in Ostbayern Ende Mai in Regensburg hatte Bayerns Wirtschaftsminister Huber bereits zugesagt, diese Initiative der Kammern auch in der neuen Strukturfondsperiode zu unterstützen.

Ansprechpartner für Rückfragen:

Thomas Koller
Stellv. Hauptgeschäftsführer
Handwerkskammer für Oberfranken
Kerschensteinerstr.7
95448 Bayreuth
Tel.: 0921/910-136
Fax: 0921/910-359
E-Mail: thomas.koller@hwk-oberfranken.de