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Neue Maschinenrichtlinie der EU

München (27. September 2006) - Die neue Maschinenrichtlinie wurde am 17. Mai 2006 unterzeichnet und muss von den Mitgliedsstaaten bis 29. Juni 2008 in nationales Recht umgesetzt werden.

Sie ist ab 29.12.2009 anzuwenden, dann müssen alle Produkte, die der Maschinenrichtlinie unterliegen, die neuen Anforderungen erfüllen. Da es keine Übergangsfrist gibt, in der die neue und die alte Richtlinie gleichzeitig gelten, sollten sich die Hersteller rechtzeitig auf die Umstellung vorbereiten. Beispiele für wichtige Änderungen sind:

  • Die alte Maschinenrichtlinie enthält unterschiedliche Verfahren zum Nachweis der Sicherheit für Maschinen, auswechselbare Ausrüstungen, Sicherheitsbauteile, Ketten/Seile/Gurte für Hebezwecke, Gelenkwellen und Lastaufnahmemittel. Für diese Produkte gelten in Zukunft die gleichen Regeln wie für Maschinen. Sie dürfen beispielsweise nur mit CE-Zeichen, Konformitätserklärung und den erforderlichen Benutzerinformationen in den Verkehr gebracht werden.
  • Baustellenaufzüge unterliegen der Maschinenrichtlinie
  • Hebezeuge mit einer Fahrgeschwindigkeit des Lastträgers bis zu 0,15 m/s unterliegen der Maschinenrichtlinie, bei weniger als 0,15 m/s unterliegen sie der Aufzugrichtlinie (sofern sie nicht unter deren Ausnahmeregelungen fallen)
  • Maschinen, die speziell für Forschungszwecke konstruiert und gebaut wurden und für eine vorübergehende Verwendung in Laboratorien bestimmt sind, unterliegen nicht der Maschinenrichtlinie.
  • Die Abgrenzung zur Niederspannungsrichtlinie ist jetzt produktbezogen und nicht mehr risikobezogen geregelt

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