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Kooperationsmöglichkeiten vorantreiben

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber reist heute zu politischen Gesprächen nach Moskau.

'Bayern setzt weiter konsequent auf den Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen mit Russland und der Region Moskau. Mit dem Besuch in der russischen Hauptstadt knüpfe ich an die positiven Gespräche an, die beim Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Oktober in München geführt wurden. Ich will die Kooperationsmöglichkeiten, die beim Besuch thematisiert wurden, mit den Partnern der Russischen Föderation nun gezielt aufgreifen und weiter voran-treiben', sagte Huber heute vor dem Abflug.

Im Mittelpunkt der zweitägigen Reise stehen Gespräche mit Russlands Wirtschaftsminister German O. Gref und dem Minister für Informationstechnologien und Kommunikation, Leonid D. Reyman. Neben der generellen Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit will Huber mit Minister Gref insbesondere konkrete Firmenanliegen diskutieren. Huber: 'Die Interessen und Anliegen der bayerischen Wirtschaft sind sehr vielschichtig. Unsere kleinen und mittleren Firmen sind in Russland ebenso aktiv wie die bayerischen Großunternehmen. Die Kooperationen gehen quer durch alle Sparten. Gerade bei Innovationsthemen ist Bayern hochgeschätzter Partner der russischen Wirtschaft'.

Bei dem Gespräch IT-Minister Reyman soll die Zusammenarbeit bayerischer und russischer IT-Unternehmen sowie die Beteiligung bayerischer Firmen an öffentlichen Projekten im Fokus stehen. Mit den Partnern aus der Region Moskau wird Wirtschaftsminister Huber direkt an die Verhandlungen der Moskauer Tage im Oktober dieses Jahres anknüpfen und eine Reihe konkreter Projekte politisch unterstützen.

Für bayerische Unternehmen ist Russland – und dort insbesondere der Raum Moskau – der bedeutendste Handelspartner in Osteuropa. Mehr als die Hälfte der deutschen Großinvestoren kommt aus Bayern. Seit 1998 hat sich das bayerisch-russische Handelsvolumen auf 5,6 Mrd. € (2005) mehr als verdoppelt. Auch 2006 haben sich die Wirtschaftsbeziehungen weiter dynamisch entwickelt. In den ersten neun Monaten lag das Handelsvolumen mit 6,3 Mrd. € bereits deutlich über dem Gesamtergebnis des Vorjahres. Während die Importe dabei um 58,5 % auf knapp 4,5 Mrd. € stiegen, nahmen die bayerische Exporte deutlich um 17,5 % zu und beliefen sich auf gut 1,8 Mrd. €.