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Elektroschrott-Gesetz in Kraft getreten

München (18. Juli 2006) - Die Menge der in Deutschland jährlich entsorgten Elektro- und Elektronik-Altgeräte wird auf 1,8 Mio. Tonnen geschätzt mit steigender Tendenz.

Dieser Elektroschrott enthält wertvolle Edelmetalle und andere Stoffe, die weitgehend wiederverwertet werden können.

Mit dem Inkrafttreten des ElektroG - Elektro- und Elektronikgerätegesetz (Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten) am 24. März 2006 sind die Hersteller jetzt verpflichtet, die Entsorgung umweltgerecht zu bewerkstelligen.

Damit zählt Deutschland zu den ersten EU-Mitgliedstaaten, die die beiden EU-Richtlinien über die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten und die Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Neugeräten umsetzt.

Die Hersteller müssen zukünftig bei der Produktion ihrer Geräte deren gesamte Lebensspanne in die Planung einbeziehen. Die Geräte sollten so gestaltet werden, dass sie nach ihrer Nutzung möglichst gut demontiert sowie ihre Bauteile und Werkstoffe wieder verwendet werden können. Anstelle der Kommunen sind jetzt die Hersteller für die Entsorgung von Elektroschrott verantwortlich. Sie müssen Altgeräte bei den kommunalen Sammelstellen abholen, wieder verwenden oder entsorgen lassen.

Besonders schädliche Substanzen wie Blei, Quecksilber, Cadmium oder bestimmte Bromverbindungen dürfen ab 01. Juli 2006 gemäß der Richtlinie 2002/95/EG zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten in den meisten neuen Elektro- und Elektronikgeräten nicht mehr verwendet werden.

In der EU hat sich eine Dienstleistungsbranche etabliert, die sich mit speziellem Know-how um das Recycling von Elektroschrott kümmert. Nach Angaben des Bundesverbandes Sekundärrohstoffe und Entsorgung beträgt der Jahresumsatz der Branche in Deutschland über 40 Mrd. Euro.

Die folgenden Geräte werden nach Gebrauch zu Elektroschrott:

  • Unterhaltungselektronik wie Fernseher, Radio, Video- und HiFi-Geräte,
  • Geräte der Informations- und Kommunikationstechnik wie Computer, Drucker, Scanner, Kopierer oder Telefone,
  • Haushaltskleingeräte wie Staubsauger, Rasierer, Toaster, Föhne oder Bügeleisen,
  • Haushaltsgroßgeräte wie Waschmaschinen oder Kühlschränke,
  • Beleuchtungskörper wie Leuchtstoffröhren,
  • Elektrische und elektronische Werkzeuge,
  • Spielzeug, Sport- und medizinische Geräte,
  • Elektrische Kontroll- und Überwachungsinstrumente,
  • Automaten für Getränke, Geld oder Fahrkarten.

 

Weitere Informationen finden Sie unter folgenden Links:

http://europa.eu.int/comm/environment/waste/weee_index.htm

http://www.altgeraete.bvse.de

http://www.eel.nl

http://www.rec.org/REC/Databases/GovDir/Default.html

(Quelle: EURO INFO Service 03/2006 des ZDH)