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EU beschließt Freigabe von Verpackungsgrößen

Nürnberg (28. November 2006) - Der Wettbewerbsrat hat sich darauf geeinigt, die Gesetzgebung für Verpackungsgüter zu vereinfachen.

Damit soll es in Zukunft keine Vorschriften mehr dafür geben, in welchen Einheiten abgepackte Produkte (mit Ausnahme von Wein und Spirituosen) verkauft werden dürfen.

Den Herstellern soll mehr Spielraum gegeben werden, in welchen Verpackungsgrößen sie ihre Produkte anbieten. Man erhofft sich davon mehr Wettbewerb und bessere Auswahlmöglichkeiten für die Verbraucher.

In Deutschland sollen sämtliche entsprechende Vorschriften ersatzlos gestrichen werden. Das bedeutet: Milch muss nicht zwingend in Litertüten, Kaffee nicht in 500 Gramm Päckchen und Zucker nicht in Ein-Kilo-Paketen Verkauft werden.

Die Unternehmen können nun frei bestimmen, in welchen Verpackungsgrößen ihre Produkte auf den Markt kommen, um beispielsweise die wachsende Zahl von Single-Haushalten mit kleineren Einheiten zu bedienen. Jeder Artikel soll dafür eine Preisangabe pro 100 oder pro 1000 Gramm enthalten, um einen Anhaltspunkt für Preisvergleiche zu bieten. In einigen Staaten wird es für bestimmte Produkte Übergangsfristen geben.

Das Europäische Parlament hat dem Vorschlag der Kommission, die bestehenden Verpackungsgrößen für Nahrungsmittel und Kosmetika abzuschaffen, in erster Lesung prinzipiell zugestimmt. Die Abgeordneten wollen allerdings für mehrere Produkte wie Milch, Butter, Röstkaffee, Reis oder Trockenteigwaren verbindliche Vorgaben beibehalten. Ihrer Auffassung nach bilden diese Waren die Grundlage der Ernährung und sollten daher nur in einer beschränkten Anzahl von Verpackungsgrößen verkauft werden dürfen.

(Quelle: EU Nachrichten, Nr. 36 vom 27.09.2006)