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Bürokratie beim Export überfordert Mittelstand

München (07. Dezember 2006) - Auf seiner konstituierenden Sitzung hat sich der IHK-Außenwirtschaftsausschuss in einer Resolution gegen die überbordende EU- Bürokratie bei der Exportabwicklung ausgesprochen.

Außerdem wurde bei der EU-Zollrechtsreform mehr Augenmaß gefordert. Die geplante EU-Verordnung über die Sicherheit in der Lieferkette müsse sogar vollständig zurückgenommen werden. „Die Umsetzung der darin geforderten Sicherheitsmaßnahmen kann mittelständische Unternehmen jährlich über 100.000 Euro kosten“, so Reinhard Dörfler, Hauptgeschäftsführer der IHK für München und Oberbayern.

Auch die nationale Exportkontrolle dauere im internationalen Vergleich viel zu lange, heißt es in der Resolution. So müssten die deutschen Unternehmen bei der Ausfuhr sensibler Güter oftmals mehrere Monate und damit viel länger als ihre ausländischen Wettbewerber auf die Genehmigung warten. Der Ausschuss forderte deshalb eine Maximalfrist von sechs Wochen und sprach sich für eine automatische Antragsgenehmigung aus, wenn eine bestimmte Frist überschritten würde.

Der Außenwirtschaftsausschuss, dem Vertreter von 54 Unternehmen angehören, hat in seiner konstituierenden Sitzung Anton Kathrein, persönlich haftender Gesellschafter der Kathrein-Werke KG in Rosenheim und IHK-Vizepräsident, erneut zu seinem Vorsitzenden gewählt. Er steht diesem beratenden Gremium bereits seit 1999 vor.