Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Bayern - Kuba: Engere Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft

Bayern - Kuba: Engere Kooperation in Wirtschaft und Wissenschaft

München (29. November 2006) - Bayern und Kuba wollen künftig in Wirtschaft und Wissenschaft enger kooperieren.

Die Intensivierung der bilateralen Kontakte steht auch im Mittelpunkt des derzeitigen Besuchs von Fidel Castro Díaz-Balart in Bayern. Bayerns Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner empfing den Sohn von Fidel Castro und wissenschaftlichen Berater der kubanischen Regierung gestern zu einem Gespräch. 'Die Entwicklung der wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern ist sehr erfreulich. Von einer stärkeren Zusammenarbeit profitieren Bayern und Kuba gleichermaßen', sagte Spitzner. Bei dem Treffen erkundigte er sich auch nach dem Gesundheitszustand von Fidel Castro sen., den Spitzner von seinen Besuchen in Kuba persönlich kennt. 'Fidel Castro Díaz-Balart hat mir versichert, dass es seinem Vater wieder besser gehe. Ich habe ihn gebeten, meine Genesungswünsche an seinen Vater zu übermitteln', sagte Spitzner.

In den letzten zwölf Monaten unterschrieben bayerische Unternehmen in Kuba Aufträge im Wert von über 500 Mio. €. Auch in Wissenschaft und Forschung soll der Austausch weiter intensiviert werden. Deshalb wurde in diesem Jahr ein Kooperationsabkommen zwischen der TU München und der kubanischen Universität CUJAE geschlossen. Für das nächste Jahr sind bereits Messeteilnahmen, Seminare und Workshops geplant.

Neben Terminen bei der Max-Planck-Gesellschaft, der Fraunhofer Gesellschaft sowie der Universitäten LMU, TU München sowie Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg besucht die kubanische Delegation bayerische Unternehmen aus den Bereichen Medizintechnik, Automatisierungstechnik und Informationstechnologie.

Mit einem Rekord-Wirtschaftswachstum von 11,8 % im Jahr 2005 und einer Wachstumsprognose von 10% für das Jahr 2006 kann Kuba große wirtschaftliche Erfolge verzeichnen. Von dieser positiven Entwicklung profitie-ren auch die bayerisch-kubanischen Wirtschaftsbeziehungen. Betrug der Handelsbilanzüberschuss Bayerns im Jahr 2004 noch 9,2 Mio. €, konnte im Jahr 2005 bereits ein Überschuss von 23 Mio. € erwirtschaftet werden.