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Bayern International ist unverzichtbares Instrument der Außenwirtschaftsförderung

München (13. Februar 2006)

Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber hat heute auf der Pressekonferenz zum 10-jährigen Bestehen der Außenwirtschaftsfördergesellschaft Bayern International die Bedeutung der Außenwirtschaft für die bayerische Wirtschaft hervorgehoben. Huber: „Bayern ist wie wenige andere Länder in den weltwirtschaftlichen Handel eingebunden.' Seit 1994 haben sich die bayerischen Exporte von 106 Mrd. DM auf rd. 118 Mrd. Euro mehr als verdoppelt. „Nach den neuesten Zahlen konnte der Freistaat in den ersten elf Monaten des Jahres 2005 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wiederum einen Exportzuwachs von 8,3 Prozent erzielen', so der Minister.

Huber weiter: „Es war vor 10 Jahren die richtige Entscheidung der Staatsregierung, im Rahmen der ‚Offensive Zukunft Bayern’ Bayern International zu gründen, um die außenwirtschaftlichen Aktivitäten des Freistaates noch schlagkräftiger und effizienter zu gestalten.' Huber betonte, dass das Förderinstrumentarium der Außenwirtschaft heute durch ein enges Netzwerk vieler Institutionen getragen werde. Bayern International habe wichtige Impulse zu dessen Gestaltung beigetragen und sei mittlerweile zu einem unverzichtbaren Partner in diesem Netzwerk geworden.

Für den Bayerischen Wirtschaftsminister ist es von besonderer Bedeutung, dass das Außenwirtschaftsinstrumentarium insbesondere den kleinen und mittleren Unternehmen dient. „Im Gründungsjahr von Bayern International lag die Exportquote der bayerischen Industrie noch bei 32,9 Prozent, jetzt erreicht sie bei fast 45 Prozent. Besonders wichtig ist mir aber, daß die Exportquote des bayerischen Mittelstandes zwischen 1994 und 2004 von 17,2 Prozent auf knapp 28 Prozent gestiegen ist', so der Minister.

Der Gründungsgeschäftsführer von Bayern International Dieter Würl hob hervor, dass seine Gesellschaft mit Programmen wie dem Messebeteiligungsprogramm, der Durchführung von Unternehmerreisen oder der Organisation von Delegationsreisen des Wirtschaftsministeriums insbesondere dem bayerischen Mittelstand Plattformen bietet, um neue und schwierige Märkte zu erschließen. Neben der ständigen inhaltlichen Erneuerung der Programme konnte auch eine merkliche Steigerung bei der Inanspruchnahme der Programme erreicht werden. So konnte beim Messebeteiligungsprogramm die Zahl der realisierten Gemeinschaftsstände von zunächst 18 im Jahr 1996 auf 39 im Jahr 2005 gesteigert werden.

Prof. Dr. Anton Kathrein betonte in seiner Eigenschaft als Vizepräsident der IHK für München und Oberbayern und der vbw, dass gerade kleine und mittlere Unternehmen auch in der Zukunft auf die Hilfestellung des Freistaats bei der Auslandserschließung angewiesen seien. Bayern International habe mit seinen Plattformen auch entscheidend dazu beigetragen, dass seine Firma in wichtigen Zielregionen wie Asien, Südamerika und im arabischen Raum ihre Wettbewerbsposition ausbauen konnte.

Bayern International wurde Ende 1995 gegründet. Die operative Tätigkeit wurde im Frühjahr 1996 aufgenommen. Die Gesellschaft gehört zu 100 Prozent dem Freistaat Bayern. Im Aufsichtsrat sind Vertreter bayerischer Ministerien und bayerischer Wirtschaftsorganisationen. Aufsichtsratsvorsitzender ist Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber.

Gründungsgeschäftsführer und Geschäftsführer seit Ende 1995 ist Dieter Würl. Er begann seine berufliche Laufbahn nach Studium der Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing bei der Firma MAN in der Exportabteilung. Danach arbeitete er sieben Jahre am ifo-Institut in der Abteilung Absatzwirtschaft und war anschließend im bayerischen Wirtschaftsministerium im Bereich Mittelstandspolitik und über zehn Jahre im internationalen Messewesen tätig. Dieter Würl scheidet mit 65 Jahren Ende Februar aus der Gesellschaft aus.

Nachfolger zum 1. März 2006 wird Dr. Reinhard Pfeiffer (geb. am 11.01.1963), der seit August 2005 bei Bayern International tätig ist. Pfeiffer begann nach dem Jurastudium und anschließender Referendarszeit seine berufliche Laufbahn beim bayerischen Wirtschaftsministerium in der Abteilung Außenwirtschaft. Er war zunächst im Referat für Osteuropa und anschließend im Grundsatzreferat Außenwirtschaft tätig. Danach war er Verbindungsreferent des bayerischen Wirtschaftsministeriums in der Vertretung des Freistaates Bayern in Bonn bzw. Berlin. Bis zum August 2005 war er fünf Jahre lang Pressesprecher des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.