Hinweis:

Diese Meldung stammt aus dem Archiv. In archivierten Meldungen sind möglicherweise nicht mehr funktionierende Links zu anderen Websites enthalten. Die Redaktion übernimmt keine Gewähr für die Funktionalität der Links.

Bayerische Exporte vor dreizehntem Rekord in Folge

München (14. Dezember 2006) - Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte bleiben die USA. Das sagte heute der bayerische Wirtschaftsminister Huber hinsichtlich der neusten Ausfuhrzahlen der bayerischen Wirtschaft.

Insgesamt bleibt die bayerische Exportwirtschaft auch 2006 auf Erfolgskurs:

Nach den neuen Ausfuhrzahlen bis September 2006 steht der Freistaat vor dem dreizehnten Rekord in Folge. 'Die bayerische Industrie erwirtschaftet mittlerweile 46,1 Prozent ihrer Umsätze im Ausland. Bayern zählt damit zu den Gewinnern der Globalisierung', sagte Bayerns Wirtschaftsminister Erwin Huber über die neuen Daten der bayerischen Außenhandelsstatistik. 'Ich gehe davon aus, dass die bayerischen Exporte in der Endabrechnung des Jahres 2006 insgesamt die neue Rekordmarke von rd. 135 bis 140 Mrd. € erreichen. Bayern zählt damit zu den 20 stärksten Exportländern der Welt', so Huber.

Von Januar bis September 2006 nahmen die bayerischen Ausfuhren gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 9,7 Prozent auf 103,6 Milliarden € zu, etwas weniger als im Bundesdurchschnitt (+ 12,7 Prozent). Die Einfuhren nach Bayern erhöhten sich im selben Zeitraum um 14,9 Prozent auf 83,8 Milliarden € (Bund: + 17,8 Pro-zent). Durch das Anspringen der Binnenkonjunktur und der damit verbundenen stärkeren Importtätigkeit sank der Ausfuhrüberschuss im ersten Dreivierteljahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um knapp 1,7 Milliarden € bzw. 7,9 Prozent auf 19,8 Milliarden €.

Weltweit wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte waren erneut die USA mit einem Anteil am Gesamtexport von 11,8 Prozent. Die Ausfuhren dorthin nahmen –trotz Euro-Aufwertung – um 7,3 Prozent auf 12,3 Milliarden € zu. Noch stärker, nämlich um 9,4 Prozent, erhöhten sich im vergangenen Jahr die Lieferungen Bayerns in die Länder der Euro-Zone. Sie erreichten mit 41,2 Milliarden € einen Anteil an den bayerischen Gesamtausfuhren von 39,8 Prozent.

Die Exporte in die EU-25-Staaten, die mittlerweile 60,8 Prozent der bayerischen Ausfuhren ausmachen, stiegen von Januar bis September 2006 um 10,7 Prozent auf 63 Milliarden €. Unter den weltweit wichtigsten Abnehmerländern rangierten die EU-Partner Italien und Österreich auf den Plätzen zwei und drei. Die Ausfuhren dorthin erhöhten sich um 11,3 Prozent auf 9,1 Milliarden € (Anteil 8,8 Prozent) bzw. um 17,7 Prozent auf 8,7 Milliarden € (Anteil 8,4 Prozent).

Die Lieferungen in die neuen EU-Mitgliedsländer legten erneut überdurchschnittlich zu. So stiegen die Ausfuhren nach Polen um 24,9 Prozent auf 2,3 Milliarden €. Die Exporte in die Tschechische Republik erhöhten sich um 20 Prozent auf 3,1 Milliarden €. Dynamisch entwickelten sich auch die Ausfuhren nach Ungarn mit einem Anstieg um 13,3 Prozent auf 3,3 Milliarden €.

Der Handel mit den Ländern Asiens entwickelte sich ebenfalls sehr positiv: Die Ausfuhren in diese Region stiegen um 10,7 Prozent auf 13 Milliarden €, der Anteil Asiens an der bayerischen Ausfuhr belief sich auf 12,6 Prozent. Wichtigste Ursachen hierfür waren deutliche Zuwächse bei den Exporten nach China, die nach 15 Prozent Rückgang im Vorjahr im bisherigen Jahresverlauf um 27 Prozent auf 3,6 Milliarden € zulegten. Der Absatz nach Japan ging demgegenüber um 10,4 Prozent auf 2 Milliarden € zurück.

Unter den Exportgütern dominierten auch im ersten Dreivierteljahr 2006 Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Erzeugnisse. Auf sie entfielen rund zwei Drittel (65,7 Prozent) aller Ausfuhren. Wichtigstes bayerisches Exportgut waren erneut die Fahrzeuge (Anteil 32,2 Prozent). Ihre Ausfuhr erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum leicht überdurchschnittlich um 10,1 Prozent auf 33,4 Milliarden €. Mit einer Zunahme um 7,8 Prozent auf 18,1 Milliarden € ran-gierten Maschinenbau-Erzeugnisse an zweiter Stelle (Anteil 17,4 Pro-zent). Platz drei mit einem Anteil von 16,1 Prozent nahmen die elektrotechnischen Erzeugnisse ein, die mit einem Exportwert von 16,6 Milliarden € das Vorjahresergebnis um 7,9 Prozent übertrafen.