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Auslandsgeschäft schafft Jobs in Bayern

München (23. Oktober 2006) - 43 Prozent der auslandsaktiven bayerischen Unternehmen haben in den letzten fünf Jahren ihren Personalbestand in Bayern erhöht.

Das belegt die aktuelle Erhebung 'Going International' der IHKs. Die Impulse für die Einstellungen kommen dabei immer weniger vom produzierenden als vielmehr vom Dienstleistungsgewerbe, für das die Globalisierung rasch an Bedeutung gewinnt.

Für die Erhebung 'Going International 2006' befragten die IHKs im Juli eine repräsentative Auswahl von bundesweit rund 1.500 im Auslandsgeschäft aktiven Unternehmen. Dabei wurde deutlich, dass vor allem erfolgreiche mittelständische Unternehmen mit ihrem Auslandsgeschäft wichtige Impulse für die deutsche Volkswirtschaft setzen: 43 Prozent der auslandaktiven bayerischen Firmen haben im Inland Beschäftigung aufgebaut, 25 Prozent hingegen abgebaut.

  • Überdurchschnittlich viele international tätige größere mittelständische Firmen und Großunternehmen haben in den vergangenen fünf Jahren auch im Inland ihren Personalbestand erhöht. Die Impulse kommen dabei immer weniger vom produzierenden als vielmehr vom Dienstleistungsgewerbe, für das die Globalisierung rasch an Bedeutung gewinnt.
  • Die 'richtige Mischung' beim Geschäftsengagement macht den Erfolg auch im Zeitalter der Globalisierung aus: Je mehr Zielmärkte von den Unternehmen im Ausland mit gutem Ertrag bearbeitet werden, desto positiver fällt auch die volkswirtschaftliche Bilanz dieser Firmen im Inland aus - insbesondere bei der Einstellung von Personal.
  • Dominiert wird das Auslandsengagement deutscher Unternehmen nach wie vor vom Exporthandel. An zweiter Stelle rangiert unter den Aktivitätsformen bereits das Sourcing für die Weiterverarbeitung von Produkten in Deutschland.
  • Außenwirtschaftliche aktive Unternehmen, die auch im Ausland Investitionen tätigen, sind an ihren inländischen Standorten erfolgreicher als Firmen, deren Geschäftsstrategie ausschließlich auf dem Außenhandel beruht. Überdurchschnittlich oft scheitern Auslandsvorhaben mit Kooperationspartnern und Joint Ventures. Jedes fünfte Geschäft in diesem Bereich ist nicht von Erfolg gekrönt.
  • Am häufigsten engagieren sich die Firmen in den EU-15/EFTA-Ländern, in den zehn neuen EU-Mitgliedsländern und in Asien - besonders in Europa mit großem Erfolg. Gute Geschäftsperspektiven bieten der Studie zufolge mittelfristig China, Russland, Indien, die USA und Südostasien.

Fazit: Auslanderfolg fällt einem Unternehmen aber nicht einfach ind Schoß. Er will sorgfältig im Inland vorbereitet sein, insbesondere durch ein fundiertes Geschäftskonzept. Gute Produkte 'made in Germany' allein reichen nicht aus. Weitere Schlüsselfaktoren sind die Auswahl des richtigen Geschäftspartners im neuen Zielmarkt, der gute Zugang zu guten Kontakten und Netzwerken vor Ort, der zusätzlich gebotene Service, gründliche Marktkenntnisse und qualifizierte Mitarbeiter. Die Chancen sind da, die Risiken bei gründlicher Vorbereitung meist überschau- und kontrollierbar, wenn man dies rechtzeitig tut und dabei den unabhängigen Rat von Außenwirtschaftsexperten einholt.