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Wirtschaftsdelegation aus Bayern in Moskau

Moskau (13. Juli 2005)

Wiesheu: 'Potentiale sind noch nicht ausgeschöpft'

Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu ist heute zu einer dreitägigen Reise in die russische Hauptstadt Moskau aufgebrochen. Begleitet wird er von einer 70-köpfigen Wirtschaftsdelegation. Es ist der achte Besuch in der Hauptstadt seit 1997. 'Bei den politischen Gesprächen geht es darum, die Rahmenbedingungen der bayerisch-russischen Wirtschaftsbeziehungen weiter zu verbessern', so Wiesheu. 'Ganz konkret aber', so der Minister, 'möchte ich vor allem Firmenanliegen vorbringen und die bayerisch-russischen Gemeinschaftsprojekte voranbringen: den Technologie-Atlas Bayern - Moskau, das Stadtentwicklungsprojekt Moskau-Lefortovo, das Terminal des Flughafens Moskau-Vnukowo sowie das große Geo-Informationssystem für Moskau. Die Geschäftspotentiale auf diesem Zukunftsmarkt sind immens und noch längst nicht ausgeschöpft.'

Wiesheu wird in Moskau wieder mit russischen Spitzenpolitikern und Spitzenvertretern der Wirtschaft zusammentreffen, unter anderem mit dem Wirtschaftsminister der Russischen Föderation, German O.Gref, Moskaus 1. Vizebürgermeister, Herrn Rosljak, dem Minister für Außenwirtschaftliche Beziehungen des Oblasts Moskau, Herrn Karachanov, dem Präsidenten des Verbands der Unternehmer und Industriellen der Russischen Föderation, Herrn Wolsky, sowie dem Vizepräsidenten der IHK Russland, Herrn Petrow.

Direkte Kontakte mit Partnern aus der Stadt und der Region Moskau werden die bayerischen Delegationsteilnehmer bei den Round-Table-Gesprächen der 'Bayerischen Wirtschaftstage' knüpfen. Hier stehen mit Bau/Infrastruktur/Energie- und Umwelttechnologien, IT/Software, Medizintechnik/Krankenhaustechnologie, Materialforschung und Verkehrslenkungs- und –leitsystemen zukunftsfähige High-Tech-Branchen im Mittelpunkt.

Für bayerische Unternehmen ist Russland ein zunehmend wichtiger Wirtschafts- und Handelspartner. Seit 1998 hat sich das bayerisch-russische Handelsvolumen auf rund 5 Mrd. Euro verdoppelt. Die bayerischen Importe aus Russland sind 2004 gegenüber dem Vorjahr um über 8 Prozent auf über 3 Mrd. Euro gestiegen. Das entspricht knapp 20 Prozent der gesamtdeutschen Einfuhr aus Russland. Die Lieferungen bayerischer Produkte nach Russland, die knapp 13 Prozent der Bundesausfuhr ausmachen, sind sogar um knapp 28 Prozent auf knapp 2 Mrd. Euro angewachsen. Mehr als die Hälfte der deutschen Großinvestoren kommt aus Bayern. Die bayerischen Investitionen in Russland belaufen sich mittlerweile auf mindestens 1,5 Mrd. Euro.