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Länderinfos: Aktuelles zu Großbritannien und den Niederlanden

München (06. September 2005)

  • Großbritannien: Prüfen des britischen Geschäftspartners

Die Seite http://www.companieshouse.gov.uk bietet Ihnen die Möglichkeit, vorab Informationen über einen potentiellen Partner in Großbritannien einzuholen.

Die Deutsch-Britische Industrie- und Handelskammer in London hat in letzter Zeit schon häufiger darauf hingewiesen, dass betrügerische Warenbestellungen aus Großbritannien in Deutschland aufgegeben wurden. Solche Anfragen zeichnen sich z.B. dadurch aus, dass der Lieferort von der angegebenen Geschäftsadresse abweicht (oder erst kurz vor der Lieferung bekannt gegeben werden soll), dass die Bestellung angeblich eilig sei oder dass kaum Verhandlungen über Preis und Qualität stattfinden. Der Produktschwerpunkt liegt bei Computer-Hardware

Als Vorsichtsmaßnahme bei einem ersten Geschäftskontakt sollte einer Lieferung nur gegen Vorauskasse zugestimmt werden. Zudem können zusätzliche Informationen eingeholt werden, beispielsweise als Firmenauskunft bei der Deutsch-Britischen Industrie- und Handelskammer in London.

Wenn es sich um eine Limited (Ltd.) handelt, können die Firmendaten des britischen Geschäftspartners über folgenden Link überprüft werden: http://wck2.companieshouse.gov.uk/1e1f68e030fb15754b7e0eb4f86b0367//wcframe?name=accessCompanyInfo. Die Website bietet Informationen darüber, seit wann und wo die Firma registriert ist, in welcher Branche sie tätig ist, ob sie sich noch aktiv ist oder sich in Liquidation befindet und vieles mehr. Dies ist natürlich keine 100-prozentige Absicherung, bietet aber eine schnelle, unkomplizierte und kostenlose Möglichkeit das Geschäftsrisiko zu mindern.

  • Niederlande: Vereinfachte Marktzugangsvoraussetzungen

Das Ausführen von Aufträgen in den Niederlanden ist für deutsche Installateure erleichtert worden.

Bis vor kurzem benötigte ein deutsches Installationsunternehmen aus der Sanitär- und Heizungstechnik, der Kälte- und Klimatechnik sowie der Elektrotechnik für die Durchführung von Installationsarbeiten in den Niederlanden neben der Ausnahmebewilligung der „Kamer van Koophandel“ auch die Zulassung als Fachinstallateur des niederländischen Energieversorgungsunternehmens EnergieNed. Diese letzte Erfordernis ist nunmehr entfallen. Dafür muss aber eine Anerkennung bei der Stiftung Sterkin gemacht werden. Diese ersetzt die Zulassung als Fachinstallateur durch EnergieNed.

Um die immer noch erforderliche Ausnahmebewilligung („Ontheffing“) zu erhalten, benötigen Sie eine sog. EU-Bescheinigung, diese wird Ihnen von Ihrer Handwerkskammer ausgestellt. Das Antragsverfahren zur Erteilung der Ausnahmebewilligung bei der Kamer van Koophandel kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Nur wer reine Kabelverlegung macht und keine Geräte anschließt ist hiervon nicht betroffen.

(Quelle: HWK München)