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Der Außenhandel Bayerns/ Wiesheu und Greipl: "Go International!" ist das richtige Programm

München (6. Juli 2005)

Der bayerische Außenhandel befindet sich nach Angaben des bayerischen Wirtschaftsministers Otto Wiesheu im Aufwärtstrend. Im ersten Quartal dieses Jahres seien die Ausfuhren im 3,9 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro gestiegen, sagte Wiesheu heute Mittag in München bei der Präsentation der Broschüre „Der Außenhandel Bayerns 2004“, die das Wirtschaftsministerium gemeinsam mit dem Bayerischen Industrie- und Handelskammertag (BIHK) erstellt hat. Minister Wiesheu wies dabei auf die 'exzellente Zusammenarbeit' mit den bayerischen IHKs in der Außenwirtschaftsförderung. Bayern habe zusammen mit den Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, Bayern International und Verbänden ein praxisorientiertes, auf die Anforderungen kleiner und mittelständischer Betriebe zugeschnittenes Förderinstrumentarium entwickelt. In diesem Zusammenhang hoben Wiesheu sowie BIHK-Präsident Professor Erich Greipl das vom Außenwirtschaftszentrum Bayern (AWZ) durchgeführte Projekt „Fit für Auslandsmärkte hervor - Go International!“ hervor: Das sei für Unternehmen, die noch keinerlei Erfahrung mit Auslandsmärkten haben, das „richtige Programm“ (Wiesheu) und bewirke bei den teilnehmenden Firmen „dank treffgenauer Unterstützung weltweit Erfolg“ (Greipl).

Wachstumstempo von 2004 wird wahrscheinlich nicht erreicht

Die USA seien Wiesheus Angaben zu Folge weiterhin wichtigstes Abnehmerland für bayerische Produkte  trotz eines Rückgangs von 10,5 Prozent im Vergleich zu 2004. Die Exporte in den asiatischen Raum waren in den ersten drei Monaten dieses Jahres leicht rückläufig mit einem Minus von rund drei Prozent. Erfolg hatte die bayerische Wirtschaft hingegen bei den Ausfuhren in die Länder der Euro-Zone. Dort stiegen die Exporte um 9,8 Prozent im ersten Quartal. Kritisch betrachtet der Wirtschaftsminister allerdings einen Vergleich mit 2004: „Ich rechne bei den derzeitigen weltwirtschaftlichen Gegebenheiten nicht damit, dass wir das sehr hohe Wachstumstempo von 2004 halten können,“ sagte Wiesheu. Die anhaltend hohen Ölpreise könnten die Expansion der Weltproduktion drosseln und beim Außenhandel Bremsspuren hinterlassen.

Exportgüter und Import

'Wichtigste Exportgüter Bayerns sind Fahrzeuge, Maschinen und elektrotechnische Produkte', sagte Wiesheu. Die Automobilindustrie sorge nach Angaben Greipls für mehr als 30 Prozentaller bayerischen Ausfuhren und mache bei den Exporten sogar 70 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Die bayerischen Importe stiegen im ersten Quartal dieses Jahres um 4,2 Prozent auf 22,8 Milliarden Euro. Insbesondere die Importe aus Russland und Chinahätten dabei besonders stark zugenommen, so Wiesheu.

In Bayern sind nach Informationen von BIHK-Präsident Greipl mindestens 58.000 Unternehmen, die importieren und 46.000 exportierende Unternehmen. 42.000 sind im Im- und Exportgeschäft tätig. Weitere 23.000 bayerische Firmen pflegen internationale Kooperationen unter anderem in Form von Franchising oder Vertriebspartnerschaften.

Förderinstrumente

Befragungen bayerischer Unternehmen haben nach Aussagen Greipls ergeben, dass bayerische Unternehmer vor allem die Hilfe der IHKs nutzen, wenn es um den Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen ginge. Minister Wiesheu wies dabei auf Förderinstrumente und betonte dabei an erster Stelle neben dem Förderprojekt 'Go International!' das im Rahmen der High-Tech-Offensive Bayerns geförderte AWZ, das von Bayern International durchgeführte Messebeteilgungsprogramm, Delegationsreisen sowie die bayerischen Repräsentanzen in 15 Ländern weltweit.+++

Die Reden von Minister Wiesheu und BIHK-Präsident Greipl im Wortlaut finden Sie rechts im Anhang.

Die Broschüre 'Der Außenhandel Bayerns 2004' finden Sie ebenfalls im Anhang.