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Bilanz zur Chinareise: Fünf Vereinbarungen unterzeichnet

Bilanz zur Chinareise: Fünf Vereinbarungen unterzeichnet

München (27. April 2005)

Bayerns Wirtschaftsminister Otto Wiesheu zieht am Ende seiner Delegationsreise nach China eine positive Bilanz. 'Es hat sich gezeigt, dass sowohl bayerische als auch chinesische Unternehmen ein großes Interesse daran haben, ihre Zusammenarbeit zu vertiefen. China ist ein dynamischer Wachstumsmarkt und an innovativen Lösungen interessiert. Bayern als moderner Technologiestandort bietet sich als attraktiver Partner an', erklärte der Minister. Schwerpunkte für eine Zusammenarbeit seien die Bereiche ''Innovatives Bauen'', Flughafenmanagement, Qualitätssicherung  sowie die Informationstechnologie.

'Moderne Bautechnologien und energiesparendes Bauen sind in China derzeit wichtige Themen', so Wiesheu. Dazu trafen bayerische und chinesische Unternehmen in Qingdao, Beijing und Shanghai zusammen. Dies sind Austragungsorte von Großereignissen wie der Olympischen Spiele im Jahr 2008 sowie der EXPO 2010. Wiesheu betonte, dass Bayern für solche Vorhaben gute Erfahrungen einbringen könne, die auch mit der Fußball-WM 2006 gesammelt werden.

Der Flughafen München hat eine Kooperation im Ausbildungsbereich mit der Nationalen Luftverkehrsbehörde CAAC und beim Flughafenmanagement mit dem Internationalen Flughafen Qingdao abgeschlossen. 'Das ist attraktiv für beide Seiten. Ist der Flughafen München doch der kundenfreundlichste Flughafen Europas', erklärte Wiesheu.

Auch im Bereich des Eich- und Messwesens werden sich Bayern und China auch zukünftig austauschen. Das bayerische Eich- und Meßwesen hat eine Verlängerung seiner seit 1988 bestehenden Zusammenarbeit mit den Kontrollbehörden in Beijing und in der Partnerprovinz Shandong vereinbart.

Das bayerische Wirtschaftsministerium hat darüber hinaus seine 1997 geschlossene Ausbildungspartnerschaft mit der chinesischen Nationalen Reform- und Entwicklungskommission verlängert. In dieser Partnerschaft unterstützt Bayern die Privatisierung großer staatlicher chinesischer Unternehmen. Auch im Bereich der Informationstechnologien werden Bayern und China enger zusammenarbeiten. Dazu fand in Sganghai die zweite Weltkonferenz des Innovation Champions Network statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto 'IT-Innovations, the Driving Force for the Global Economy'. Auf der Konferenz wurde Shanghai als neuer Partner im bestehenden IT-Netzwerk begrüßt. Partner im Netzwerk sind Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus München, Cambridge (UK), Montreal, Sophia Antipolis and Tel Aviv.

Wirtschaftsminister Wiesheu besuchte auf seiner sechstägigen Reise Qingdao, Jinan, Beijing und Shanghai. Begleitet wurde Wiesheu von einer 80-köpfigen Wirtschaftsdelegation.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Bayern und China haben sich in den zurückliegenden Jahren dynamisch entwickelt. Im Jahr 2004 belegte China unter den weltweit wichtigsten Handelspartnern Bayerns den sechsten Platz. Im vergangenen Jahr war die Volksrepublik zum dritten Mal wichtigster Absatzmarkt für bayerische Unternehmen in Asien vor Japan. Im Jahr 2004 wurde ein Handelsvolumen von 9,6 Mrd. Euro erreicht. Die bayerischen Ausfuhren stiegen im Vergleich zum Vorjahr um über 6 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro an. Die Einfuhren aus China erhöhten sich um 36 Prozent auf 5,4 Mrd. Euro. Hauptausfuhrgüter Bayerns waren elektrotechnische Erzeugnisse, Fahrzeuge und Maschinen sowie chemische Vorerzeugnisse. Haupteinfuhrgüter Bayerns waren elektrotechnische Erzeugnisse, Bekleidung, Kinderspielzeug und Maschinen.